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07. Februar 2019, 09:47 Uhr

Kaufkraft

Reallöhne in Deutschland gestiegen

Trotz steigender Preise konnten die Deutschen 2018 mehr Geld ausgeben: Inflationsbereinigt stiegen die Löhne um durchschnittlich ein Prozent. Mit ihrem Konsum haben die Verbraucher die Konjunktur angeschoben.

Die Arbeitnehmer in Deutschland hatten auch im vergangenen Jahr trotz der gestiegenen Inflation mehr Geld zur Verfügung.

Der um die Preissteigerungen bereinigte Reallohn stieg 2018 im Schnitt um ein Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Grund dafür sind die Nominallöhne, die mit rund drei Prozent so stark zulegten wie seit 2011 nicht mehr. Damit konnte die mit 1,9 Prozent höchste Inflation seit sechs Jahren wettgemacht werden. 2017 lag der sogenannte Reallohnindex noch bei plus 0,8 Prozent, weil die Inflation nach mehreren schwächeren Jahren wieder deutlich anzog.

Konsum schiebt die Konjunktur an

Im Durchschnitt gab es für Arbeitnehmer in den vergangenen zehn Jahren jährlich Reallohngewinne von 1,1 Prozent. Dabei stieg die durchschnittliche nominale Verdienstentwicklung von Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten jährlich um 2,3 Prozent.

Die steigenden Löhne und die Rekordbeschäftigung haben in den vergangenen Jahren die Wirtschaft in Deutschland kräftig angekurbelt. Denn dank größerer Job-Sicherheit haben die Verbraucher mit ihrem Konsum die Konjunktur spürbar angeschoben, während Impulse vom Außenhandel geringer ausfielen.

Die Angaben des Statistischen Bundesamts sind noch vorläufig. Endgültige Daten für das vierte Quartal 2018 und für das Gesamtjahr will die Behörde Ende März veröffentlichen.

brt/dpa

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