Steuereinnahmen Rentenerhöhung spült 625 Millionen Euro in Staatskasse

Dank der guten Lohnentwicklung erhalten Rentner im Sommer mehr Geld. Davon profitiert auch der Fiskus: Die Steuerzahlungen steigen, mehr Ruheständler werden überhaupt erst steuerpflichtig.
Rentner am Strand von Sankt-Peter-Ording

Rentner am Strand von Sankt-Peter-Ording

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Die in Kürze steigenden Renten in Deutschland erfreuen nicht nur die Senioren. In diesem und im nächsten Jahr spült die im Juli fällige Rentenerhöhung auch zusätzliche Steuereinnahmen von 625 Millionen Euro in die Staatskasse. Das geht aus Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervor.

Danach führt die geplante Anhebung der gesetzlichen Altersbezüge zum 1. Juli um 1,9 Prozent im Westen und um 3,6 Prozent im Osten im Veranlagungszeitraum 2017 zu Mehreinnahmen für den Fiskus von rund 205 Millionen Euro. Im Zeitraum 2018 sind Steuermehreinnahmen von 420 Millionen Euro zu erwarten. (Alles Wissenswerte zur Rente erfahren Sie hier.)

Zuletzt gab es etwa 21 Millionen Bezieher einer gesetzlichen Rente. Wegen der Rentenanhebung zum Juli steigt auch die Zahl steuerpflichtiger Ruheständler. In diesem Jahr werden laut Finanzministerium etwa 4,25 Millionen "Steuerpflichtige mit Rentenbezug" vom Fiskus belangt. 2018 werden es etwa 4,35 Millionen sein.

Zu beachten ist, dass ein zusammen veranlagtes Paar als ein Steuerpflichtiger zählt. "Steuerpflichtige" sind also nicht gleichzusetzen mit Personen. Ohne die Rentenanpassung wären 2017 den Angaben zufolge von diesen Ruheständlern rund 40.000 und 2018 rund 80.000 Steuerpflichtige mit Rentenbezug nicht vom Fiskus belangt worden.

kig/dpa
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