Britische Krisenbank RBS verliert seit 2008 fast 60 Milliarden Pfund

Ein knappes Jahrzehnt nach ihrer Übernahme durch den britischen Staat kommt die Royal Bank of Scotland noch immer nicht aus den roten Zahlen. Auch im neunten Jahr in Folge machte die Bank Verluste.

RBS-Zentrale in London
AP

RBS-Zentrale in London


Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im vergangenen Jahr erneut Milliarden verloren. Für 2016 gab das Unternehmen ein Minus von knapp sieben Milliarden Pfund (8,23 Milliarden Euro) bekannt. Für die RBS war es das neunte Verlustjahr in Folge. Damit häufte die Bank seit ihrem Zusammenbruch infolge der Finanzkrise und einer missglückten Großübernahme einen Verlust von rund 58 Milliarden Pfund an.

Gründe für den milliardenschweren Fehlbetrag waren Kosten aus Rechtsstreitigkeiten und Belastungen durch Restrukturierungen. Diese Kosten zeigten, was einer Bank passiere, "wenn Sachen falsch laufen und sie den Kunden aus dem Fokus verliert", sagte RBS-Chef Ross McEwan.

2017 könnte für die RBS womöglich das letzte Jahr mit einem Verlust wegen der Altlasten aus der weltweiten Finanzkrise werden. Im vergangenen Jahr sorgten diese für Sonderlasten im Höhe von 5,9 Milliarden Pfund. Vor allem wurde Geld für potenzielle Strafen in den USA zurückgelegt. Nachdem dort bereits viele US-Institute und auch die Deutsche Bank Milliarden-Bußen gezahlt haben, rechnen Analysten bei der RBS mit einer Rekordstrafe.

Die britische Regierung hatte die RBS während der Finanzkrise mit Steuergeldern in Höhe von 45,5 Milliarden Pfund gerettet. Der Staat ist immer noch zu rund 73 Prozent an der Großbank beteiligt, die in den vergangenen Jahren ihr Investmentbanking eingedampft und tausende Jobs gestrichen hat. Auch in den nächsten Jahren sollen die Kosten gesenkt werden.

asa/Reuters/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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Whow 24.02.2017
1. Das muss man positiv sehen
da Britannien nach dem Brexit deutlich weniger Bankpersonal haben wird können sich mehr Briten der RBS widmen. Das wird eventuell die Einnahmen dieses Fasses ohne Bodenbildung verbessern. Schon die deutsche Bank hat den Beweis erbracht wie es nicht funktionieren sollte.
hefe21 24.02.2017
2. Falschlaufende Sachen, ach wie niedlich
"Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im vergangenen Jahr erneut Milliarden verloren. Für 2016 gab das Unternehmen ein Minus von knapp sieben Milliarden..." Ja genau, die alte Schusselbank geht seit Jahren vor die Tür, verliert ein paar Milliarden und geht auch nicht aufs Fundamt, ob die vielleicht wem aufgefallen sind.... Dem verhöhnten Leser wird auch einmal mehr vorenthalten, warum die Erfinder des institutionalisierten und organisierten Kreditbetrugs, die Amerigauner, seit Jahren in Parksheriffmanier "Strafzettel" ausfüllen dürfen - und die ihnen dann nicht etwa um die Ohren gehauen, sondern vielleicht sogar bezahlt werden. So hat man nie wieder etwas davon gehört, ob eine französische Bank vor einigen Jahren tatsächlich die zweistellige Milliardenstrafe bezahlt hat die ihr für unbotmässige Geschäfte mit "Staaten es Bösen" an die Windschutzscheibe geheftet wurde. Und es bleibt rätselhaft, was ihr Zauselpräsident meinen könnte, wenn er ein America-First anmahnt. Gerade diese schon längst bestehende AmericaFirst-Allmacht hat die hochkriminellen Finanzplündereien erst möglich gemacht. Denn auch die "fehlenden" Milliarden der RBS liegen natürlich bis auf den letzten Cent/Penny auf Konten von Begünstigten am großen Kreditkriminalstück.
Nonvaio01 24.02.2017
3. und?
ist doch nur Geld, Geld hat kein wert mehr heutzutage, wenn es fehlt wird einfach welches gedruckt..... ob nun 60 oder 1000Mrd. D hat 2300MRD schulden und wird als reich bezeichnet..;-) who cares.
Kater Bolle 24.02.2017
4. Na und?
Selbstverständlich werden die britischen Steuerzahler gerne auch diese "Zeche" übernehmen. Man darf nicht drüber nachdenken. Seit der Finanzkrise ist offensichtlich nichts passiert. Wenn ich an die Banken in Italien denke fällt mir nichts mehr dazu ein. D. Trump wird in den USA ja wohl alle "Bremsen" in der Finanzbranche lösen. Herr Draghi versucht durch eine Geldschwemme, die seines gleichen noch etwas Zeit zu kaufen. Die Politiker tun so als wenn sie damit nichts zu tun haben.
BenWellesley 24.02.2017
5.
Zitat von Whowda Britannien nach dem Brexit deutlich weniger Bankpersonal haben wird können sich mehr Briten der RBS widmen. Das wird eventuell die Einnahmen dieses Fasses ohne Bodenbildung verbessern. Schon die deutsche Bank hat den Beweis erbracht wie es nicht funktionieren sollte.
Vielleicht sollte ich sie daran erinnern, dass die RBS eine schottische Bank ist. Das sagt schon ihr Name. Ihren Hauptsitz hat die RBS übrigens in Edinburgh. Weiterhin darf ich sie daran erinnern das die Schotten für den Fall des Brexit eine Separation von Great Britain angekündigt haben. Und da die Vertreter der EU es mehrfach, unmissverständlich und überdeutlich zum Ausdruck gebracht haben "England" für diesen Verrat an Europa/der EU zu STRAFEN und so schwer wie möglich zu schaden, werden "die Europäer" alles in ihrer Macht mögliche tun diese Separation zu unterstützen und Schottland flugs in die EU eingliedern. Wahrscheinlich wird man es dann so drehen, dass Great Britain die EU nie verlassen hat sondern nur "England" die EU verlassen hat und Schottland den Sitz von GB nahtlos übernimmt.... Damit wird der Fall RBS wieder ein Fall für Europa! Und da das "Neumitglied" Schottland allein gar nicht über die finanziellen Mittel verfügt um die RBS fiinanziell zu stützen, wird das der große Bruder aus Brüssel ( will sagen, der Dumme östlich vom Rhein zahlt) freudig übernehmen! Schließlich muss man die EU zusammenhalten. Alternativlos!
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