Auswirkungen der Krise Russische Wirtschaft schrumpft erstmals seit fünf Jahren

Der schwache Ölpreis, der Konflikt mit der Ukraine und die Sanktionen des Westens machen Russland schwer zu schaffen. Das Land erlitt im November erstmals seit Jahren einen Wirtschaftseinbruch.

Blick auf Moskau: Wirtschaft stehen schwere Zeiten bevor
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Blick auf Moskau: Wirtschaft stehen schwere Zeiten bevor


Moskau - Die Regierung in Moskau hatte bereits davor gewarnt, nun ist es soweit: Die Wirtschaft schrumpfte im November um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr - und damit erstmals seit Oktober 2009, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Vor allem die Dienstleister, der Bau und der Agrarsektor schwächelten.

Die russische Wirtschaft leidet seit Monaten unter dem starken Verfall der Ölpreise sowie den westlichen Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts. Seit Juni fiel der Ölpreis um rund 50 Prozent.

Der Einbruch hatte zuletzt vor allem für eine schwere Krise beim russischen Rubel gesorgt. Auf dem bisherigen Höhepunkt der Krise am 16. Dezember mussten für einen Euro fast 100 Rubel bezahlt werden. Am Montag notierte die Währung bei 68 Rubel zum Euro.

Finanzminister Anton Siluanow hatte jüngst angekündigt, die Wirtschaftsleistung könne im kommenden Jahr um vier Prozent schrumpfen, sollte der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau von rund 60 Dollar pro Fass bleiben. Es wäre das erste Mal seit 2009, dass die russische Wirtschaft in einem Gesamtjahr nicht wächst.

yes/Reuters/dpa

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nickleby 29.12.2014
1. Derr Koloss auf tönernen Füßen
Es wird einmal deutlich, dass Russland nicht für die Heausforderungen der modernen Zeit gewappnet ist. Putin muss lernen, dass man sich in einer zivilisierten Welt nicht aufführen kann wie ein Barbar : Eroberung der Krim,. Tschetschenienklrieg, Unterdrückung und Einkerkern Oppositioneller. Einen Vorteil genießt er : die Leidensfähigkeit des russischen Volkes. Russland ist ein wirtschaftlich am Boden liegendes Land. Der Westen braucht nur noch zuzusehen, dann wird Putin schon politisch vernünftig werden, und zwar im Sinne des Westens. Mehr will man ja gar nicht : Demokratie, Einhaltung der Menschenrechte, Meinungsgfreiheit. Wirtschaftriche Daumenschrauben sind hier ein gutes Erziehungsmittel.
usbektimur 29.12.2014
2.
...und daraus ableiten, dass man im Ukraine Konflikt durchweg Recht hatte. Tja... Putin wird mit Unterstützung der Bevölkerung trotzdem an dem eingeschlagegen Kurs festhalten. Denn es geht beim Ukraine Konflikt für die Russen um viel mehr als Einfluss im Nachbarland. Die Russen unterstützen Putin wegen seiner Propaganda. Es geht für sie um das Russisch sein per se, um die Geschichte, die Geschichtsdeutung und das Geschichtsverständnis usw. Aber die Erklärung mit der Propaganda ist viel einfacher, man muss da nicht viel nachdenken...man wundert sich nur ständig was Wladimir da für Sachen anstellt, die überhaupt nicht sinnvoll erscheinen.
winkler00 29.12.2014
3. Das Wunder der Zahlen.
Wenn Der Einbruch des Ölpreises um 50 % eine 5 % Wirtschafsrueckgang bewirkt und in Deutschland der Ökostrom mit 25%' der wichtigste Zweig der Stromerzeugung ist, kann man nur mutmaßen, das man aus jeder Statistik das erlesen kann, was gewünscht und gewollt erscheint. Was wurde passieren wenn der Export oder speziell der Maschinenbau hier um 50% einbricht. Ist dann der Wachstumsrueckgang auch 5%?
bernd25647 29.12.2014
4. Gut so!
Irgendwann muss der hervorragende Taktiker Putin eine Quittung für die im Land vielbejubelte Krim bekommen! Ich fürchte nur, die wird verdammt teuer! Taktik 1, Strategie 6 würde ich sagen!
hirzer68 29.12.2014
5. putin hat völlig versagt
statt die wirtschaft zu fördern und krisensicherer zu machen war es ihm wichtiger sich fremde Gebiete anzueignen. nun wird er von seinen Sünden eingeholt und erhält für die militärischen Abenteurer die teure Quittung. so ist es richtig, dass eine solche politik in der heutigen zeit zum scheitern verurteilt ist.
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