Russischer Industrieminister Manturow "Die Sanktionen dauern nicht ewig"

In Berlin soll der russische Industrieminister Manturow für ein Ende der Sanktionen werben. Im SPIEGEL gibt er sich optimistisch, dass ein Ende absehbar ist: Die Maßnahmen schadeten letztlich beiden Seiten.
Russischer Minister Manturow: "Die Sanktionen schaden beiden Seiten"

Russischer Minister Manturow: "Die Sanktionen schaden beiden Seiten"

Foto: Bloomberg/Getty Images

Der russische Industrieminister Denis Manturow setzt auf eine baldige Aufweichung der wegen der Krim-Annexion verhängten Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union und Amerikas. "Sie schaden beiden Seiten. Für mich liegt es auf der Hand, dass sie nicht ewig dauern werden", sagt er dem SPIEGEL unmittelbar vor seiner Deutschlandreise. (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

Im Auftrag von Präsident Wladimir Putin soll er Anfang nächster Woche in Gesprächen mit der Bundesregierung die Chancen für eine Lockerung der Sanktionen ausloten. Laut Manturow haben die Sanktionen in Russland "einen positiven Effekt für Industrie und Landwirtschaft". Er sagte: "Nun wächst die Nachfrage nach unseren eigenen Maschinen." Russland produziere heute Mähdrescher auf Weltniveau, die es sogar nach Amerika verkaufe.

Manturow nahm die seit Jahren wachsenden Verteidigungsausgaben seines Landes in Schutz. "Die Rüstungsindustrie ist ein Motor des Fortschritts", sagte er. Russland werde allerdings nicht die Fehler der Sowjetunion wiederholen und dafür sorgen, dass "unsere Bürger weiter gute Fernseher, Autos und Kühlschränke haben".

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.