Wirtschaftliche Erholung Griechischer Premier rechnet 2013 mit Wende

Seit fünf Jahren steckt Griechenland in der Rezession - nun rechnet Ministerpräsident Samaras für 2013 erstmals wieder mit einer leichten Erholung. Doch zunächst müsse das Land die "letzte Chance" der internationalen Gläubiger ernst nehmen.

Antonis Samaras: "Eine einzige Chance, die wir nicht verspielen dürfen"
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Antonis Samaras: "Eine einzige Chance, die wir nicht verspielen dürfen"


Athen - Antonis Samaras macht seinen Landsleuten Mut: Der griechische Ministerpräsident stellt den Bürgern des Krisenlandes für das kommende Jahr erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung in Aussicht. "2013 ist ein Wendepunkt", sagte Samaras am Dienstag bei einer Konferenz mit Wirtschaftsvertretern in Athen. "Zum ersten Mal werden wir Anzeichen eines Aufschwungs sehen."

Die in der vergangenen Woche in Brüssel getroffene Vereinbarung mit den internationalen Gläubigern zum Schuldenabbau biete Griechenland "eine einzige Chance, die wir nicht verspielen dürfen, weil es die letzte sein wird", betonte Samaras.

Die Euro-Finanzminister hatten vereinbart, Griechenland zwei Jahre mehr Zeit bis 2014 zu geben, um die mit seinen internationalen Geldgebern vereinbarten Haushaltsziele zu erreichen. Dadurch reißt eine Finanzierungslücke von 14 Milliarden Euro auf. Sie soll unter anderem durch geringere Zinsen auf bereits gewährte Hilfskredite geschlossen werden. Außerdem schleusen die Euro-Länder die an sie ausgekehrten Gewinne der Europäischen Zentralbank aus ihrem Anleihenkaufprogamm zurück nach Athen.

Der Beschluss sieht zudem vor, dass die Regierung in Athen bis zum 13. Dezember mit zehn Milliarden Euro Altschulden am Markt aufkauft. Die Idee dahinter: Sie zahlt dafür maximal 40 Prozent des Wertes - statt in einigen Jahren die volle Summe berappen zu müssen. So soll das Land seinen Schuldenstand um 30 Milliarden Euro reduzieren, in der Summe also 20 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten abbauen.

Die EU-Länder räumten dem überschuldeten Land am Dienstag zudem - wie ebenfalls von der Euro-Gruppe beschlossen - zwei weitere Jahre zur Verringerung seines Defizits ein. Die Regierung in Athen muss nach dem Beschluss der EU-Finanzminister erst im Jahr 2016 wieder die Defizitgrenze von 3,0 Prozent der griechischen Wirtschaftskraft einhalten.

yes/dapd/AFP



insgesamt 32 Beiträge
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altmannn 05.12.2012
1. Kommt mir
Zitat von sysopAFPSeit fünf Jahren steckt Griechenland in der Rezession - nun rechnet Ministerpräsident Samaras für 2013 erstmals wieder mit einer leichten Erholung. Doch zunächst müsse das Land die "letzte Chance" der internationalen Gläubiger ernst nehmen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/samaras-stellt-griechen-2013-wirtschaftliche-erholung-in-aussicht-a-871033.html
irgendwie bekannt vor...
Helotie 05.12.2012
2. Genau!
Zitat von sysopAFPSeit fünf Jahren steckt Griechenland in der Rezession - nun rechnet Ministerpräsident Samaras für 2013 erstmals wieder mit einer leichten Erholung. Doch zunächst müsse das Land die "letzte Chance" der internationalen Gläubiger ernst nehmen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/samaras-stellt-griechen-2013-wirtschaftliche-erholung-in-aussicht-a-871033.html
Korruption in Griechenland nimmt dramatisch zu Korruption: Griechenland stürzt in Transparency-International-Index ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/korruption-griechenland-stuerzt-in-transparency-international-index-ab-a-870866.html)
2bing 05.12.2012
3. Ich Wette all mein Geld dagegen
Ein Land ohne Wertschöpfung und Arbeitslosigkeit nahe an der Weimarer Republik wird gar nichts 2013 machen. Die sind Pleite! Basta. Einzige Chance: austreten, Schuldenerlass und marshallplan
asklepion 05.12.2012
4. nur ein wenig Luft zum atmen
Das wollte Herr Samaras uns doch verkaufen mit einer Verschiebung um 2 Jahre. Diese würde keine zusätzlichen Mittel erfordern. Die gesamte Farce wird durch wiederholt öffentlich von politikern und abhaengigen oekonomen und wirtschaftsvertretern geworfene nebelkerzen geprägt, deren einziger Zweck die Beruhigung der Bevölkerung darstellt. Kommt es zum (von den Kritikern) vorhersehbaren Scheitern der Massnahme, ist es alternativlos den falschen weg fortzusetzen, da man jetzt bereits in der Pflicht sei.
labrado_ 05.12.2012
5. Samaras? Besser die Troika
hilft direkt im Land: Korruptions-Überwachung, Direktinvestitionen in Bildung und Forschung, Infrastruktur, Militärabbau, Sofortmassnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit ...etc. Dem Staatszombie GR eine grundlegende Wende innerhalb von 24 Monaten zuzutrauen, halte ich für blauäugig.
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