Schärfere Regulierung von Banken Zahltag für die Zocker

Bankenviertel in Frankfurt: "Eine Steuer würde die Auswüchse mit Sicherheit begrenzen"
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Bankenviertel in Frankfurt: "Eine Steuer würde die Auswüchse mit Sicherheit begrenzen"

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2. Teil: Trennung von Eigenhandel und Kreditgeschäft


Kein Eigenhandel mehr für Häuser, die auch Kundeneinlagen haben: Mit dieser Forderung will Obama Banken das Spekulieren zur eigenen Gewinnmaximierung verbieten. In den USA wäre eine solche Regelung eine kleine Revolution. Viele Geldinstitute haben dank der sprudelnden Gewinne im Investmentbanking in diesem Jahr schon wieder phantastische Gewinne erwirtschaftet - die Mittel dazu stammten nicht zuletzt von den Notenbanken, die die Märkte in der Krise mit billigem Geld überschwemmten.

Würde man in Deutschland ein ähnliches Gesetz beschließen, wären die Auswirkungen sehr viel geringer als in den USA. Die meisten Geldinstitute hierzulande haben den riskanten Eigenhandel bereits drastisch zusammengestrichen. Die Deutsche Bank, die aus ihrem Investmentbanking-Schwerpunkt keinen Hehl macht, erzielt nach eigenen Angaben noch ein Zehntel der Handelserträge aus dem Bereich.

"Ein bisschen Eigenhandel machen aber alle Banken noch", sagt der Bankenprofessor Hans-Peter Burghof. "Es wäre deshalb schon sinnvoll, diesen Bereich konsequenter zu regulieren." Ein Komplettverbot für Geldhäuser mit Kundeneinlagen hält er nicht für sinnvoll. "Wenn die Banken für ihre Kunden Investmentbanking betreiben sollen, müssen sie auch ein bisschen für sich selbst handeln dürfen - schon allein, um Fachkompetenz zu behalten. Man kauft ja auch keine Aktien von jemand, der noch nie ein Wertpapier besessen hat." Zudem dürfte es oftmals schwierig sein, den Handel für Kunden von dem auf eigene Rechnung scharf abzugrenzen. Damit die Regulierung Erfolg zeitige, müssten die Geschäftsmodelle von Großbanken vereinfacht werden, sagt LBBW-Analyst Alexander Groschke.

Die internationalen Bankenaufseher wollen zudem ohnehin, dass die Institute ihre Eigenhandels-Positionen mit mehr Eigenkapital unterlegen, was die Aktivitäten weniger lukrativ machen würde. Die britische Bankenvereinigung BBA erklärte, sie prüfe, ob die Vorschläge aus den USA zu den bereits in die Wege geleiteten Maßnahmen passten.

insgesamt 1433 Beiträge
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AndyH 23.01.2010
1.
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Ja, braucht. Und ja, Obama wird auch damit scheitern.
Klaus.G 23.01.2010
2. Nix mit Regulierung
solange die Parteien am Tropf der Banken hängen und von deren Spenden abhängig sind wird sich nie was ändern. Alle außer der Linken werden gut dotiert und darum wird sich nix ändern denn dann würde man den Banken in die Quere kommen was ja niemand will.Auch Obama wird scheiten, zu groß die Macht der Banken und deren Verflechtung mit der Politk. Glückauf.
soziale qualität 23.01.2010
3. Ein bisschen regulieren wird nicht reichen
Um aus der Boom - Krise - Falle auszubrechen wird es klare Grenzen brauchen. Ganz wichtig wäre ein Verbot der Kickbacks und Boni. Die Banker haben sich mit diesen 'Tools' eine Schmiergeldlegalisierung herausgenommen die sich zum erfolgreichen Erpressungswerkzeug entwickelt hat. Es wird auch eine Steuer auf internationalen Finanztransaktionen brauchen und einen globalen Plan zur Austrocknung der Steueroasen. Weitere wichtige Grundlagen zum Thema: www.oekonomiefueralle.blogspot.com
Adran, 23.01.2010
4.
ist nur die Rückkehr zum *Glass-Steagall Act* klick (http://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act) also nichts neues, sondern ehr sehr altes..bewertes..
Jordan Sokoł 23.01.2010
5. Die Zerschlagung droht so oder so!
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Bezogen auf unsere bundesdeutschen Verhältnisse, muß den Bankmanagern und deren Unterstützern in der Politik klarge- macht werden, daß sie unter Umständen von einem entfessel- ten Volk (z)erschlagen werden, wenn sie sich nicht endlich vernünftigen Beschränkungen und strafbewährten Regeln unterwerfen. Unsere Bundeskanzlerin kann sich bezüglich ihrer unver- zeihlichen Zurückhaltung gegenwärtig nur auf ein einziges Argument berufen: "Ich/wir halten uns zurück, bis die Verursacher der Finanzkrise (USA, GB) regelnd in die Finanzmärkte eingreifen." Frau Merkel, die USA, England und Frankreich sind im Gegen- satz zu Ihnen sichtlich bemühter, um dem ausufernden Ge- schäftsgebaren der Finanzmanager die notwendigen Stop- zeichen vor die Nasen zu setzen. - Nun lassen Sie mal den Koch mit seinen bewußt nicht publizierten bankspezifischen Regionalinteressen rechts liegen und besinnen sich auf das Wohl des Volkes in seiner Gesamtheit! Jordan Sokoł
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