Schuldenkrise Europa fürchtet die verflixten Fünf

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Irland - Staat saniert, Bankenschulden bleiben


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Rezession in Irland: Arbeiter ohne Job, leere Büros
Irland kämpft noch immer stark mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise. Das Haushaltsdefizit ist fast so hoch wie in Griechenland, es beträgt 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die irische Konjunktur ist 2009 sogar noch stärker eingebrochen als die deutsche - auf 7,5 Prozent taxiert die Europäische Kommission die Rezession in dem Inselstaat.

Steckbrief: Irland

Schuldenquote: 65,8 Prozent des nationalen BIP

Haushaltsdefizit: 12,5 Prozent des nationalen BIP (2009)

BIP-Wachstum: -7,5 Prozent (Prognose 2009)

Anteil am BIP der Euro-Zone: 2,0 Prozent (2008)

Quelle: EU-Kommission

Dennoch streichen Star-Ökonomen die Iren schon wieder von ihrer Krisenliste. EZB-Chef Jean-Claude Trichet nannte Irlands Beispiel Anfang Februar "beeindruckend".

Tatsächlich hat die Regierung viele Reformen in die Wege geleitet, die Griechenland, Portugal und Spanien gerade erst angehen. Sie hat im öffentlichen Dienst Löhne und Gehälter gekürzt. Vier Milliarden Euro wollen die Iren durch die Haushaltssanierung einsparen. Auch die für das Land so wichtige Bankenbranche konnte die Regierung vorerst stabilisieren. Rund 77 Milliarden an faulen Krediten wurden den Instituten abgenommen.

Die Rating-Agentur Standard & Poor's merkte allerdings zurecht an, dass diese Schuldenlast einfach nur aus den offiziellen Haushalten herausgehalten wurde - was nichts daran ändere, dass sie für das Land eine große Unsicherheit darstelle.

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günter1934 10.02.2010
1.
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
Der steht nicht mehr und nicht weniger vor dem Crash wie der Dollar. In den USA gibt es ja auch Bundesstaaten, die vor der Pleite stehen, Terminator lässt grüssen. Das wird dort sicher auch solange geregelt, wie es nur geht. Bis das ganze System crasht, dort wie bei uns.
Nutu 11.02.2010
2.
och nöööööööö ... nich schon wieder ne währungsumstellung. Ich weiss nich woher die griechen es langfristig nehmen wollen. Ihre Touristen haben sie jedenfalls vergrault.
tylerdurdenvolland 11.02.2010
3. Tolles Signal!
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
Heissa! Da freut man sich in Irland Spanien und Portugal & Co, wenn man Griecheland mit Beram aushilft,dann kann man ja andetrswo getrost geauso weiter machen. Das "too big to fail" schreitet fort in eine andere Dimension. Steuerzahler und Wähler, wie dumm seid ihr doch...
amarildo 11.02.2010
4. Urlaub
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
If hoffe das der Euro abrutscht. Ich will nach DE und andere EU Staaten in Urlaub fahren und hoffe auf eine gute Umtausch rate.
mexi42 11.02.2010
5. Der Crash ...
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
war für jeden denkenden Menschen zu erkennen. Die Inhomogenität aller Mitgliedsstaaten begründet das Problem. Französischer Zeitungskommentar: Maastricht ist wie Versailles ohne Krieg. Die Deutschen müssen zahlen.
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