Schuldenkrise Europa fürchtet die verflixten Fünf

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Italien - Niemand stört sich an der Rekordverschuldung


Der Risikoaufschlag für italienische Staatsanleihen hat sich in den vergangenen Wochen deutlich erhöht. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren liegt er gut einen Prozentpunkt über dem deutschen - und auf den ersten Blick verwundert das nicht. Denn Italiens Gesamtstaatsverschuldung ist hoch. Nach Schätzungen der Regierung liegt sie bei weit mehr als 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Das tat sie allerdings auch schon 2006, lange vor dem Ausbruch der Krise - und so geben Ökonomen fürs erste Entwarnung: Sie sehen für Italien kurzfristig nicht dieselben Gefahren wie für Griechenland & Co. Der Staat zeigt nicht dieselben Krisensymptome wie die anderen Wackelkandidaten.

Steckbrief: Italien

Schuldenquote: 115,1 Prozent des nationalen BIP (2009)

Haushaltsdefizit: 5,3 Prozent des nationalen BIP (2009)

BIP-Wachstum: -4.8 Prozent (Prognose 2009)

Quelle: Prognose der italienischen Regierung, September 2009

Italiens Wirtschaft wurde nicht wie Spanien durch das Platzen einer Immobilienblase in ihren Grundfesten erschüttert. Die Regierung hat nicht wie Griechenland das eigene Staatsdefizit geschönt - und wird nun nicht von Lügen der Vergangenheit eingeholt. Auch der Finanzsektor ist, anders als in Irland, von der Krise deutlich weniger betroffen: Die italienische Bankenaufsicht war schon vor dem Lehman-Crash vergleichsweise streng.

Dass die Staatsausgaben in Italien in absehbarer Zeit deutlich steigen, ist unwahrscheinlich. Die Regierung hat im Gegenteil schon im Juli 2008 ein Sparpaket durch das Parlament geboxt. Dennoch bleibt eine Gesamtstaatsverschuldung von mehr als 100 Prozent ein gewaltiger Risikofaktor. Italiens aktuelles Haushaltsdefizit von 5,3 Prozent mag zwar weit unter dem anderer Krisenländer liegen, aber immer noch deutlich über der Stabilitätspaktgrenze von drei Prozent. "Die Staatsausgaben galoppieren weiter", kritisierte der Mailänder Ökonom Tito Boeri in der vergangenen Woche. Und die italienische Regierung macht kaum Anstalten, daran rasch etwas zu ändern.

Die Rating-Agentur Fitch kritisierte kürzlich, dass so gut wie alle Maßnahmen zum Abtragen der Schulden auf unbestimmte Zeit verschoben worden sind. Entsprechend überrascht es nicht wirklich, dass Italien an den Kapitalmärkten mit Euro-Risikoländern wie Griechenland und Portugal zusammengeworfen wird.

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günter1934 10.02.2010
1.
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
Der steht nicht mehr und nicht weniger vor dem Crash wie der Dollar. In den USA gibt es ja auch Bundesstaaten, die vor der Pleite stehen, Terminator lässt grüssen. Das wird dort sicher auch solange geregelt, wie es nur geht. Bis das ganze System crasht, dort wie bei uns.
Nutu 11.02.2010
2.
och nöööööööö ... nich schon wieder ne währungsumstellung. Ich weiss nich woher die griechen es langfristig nehmen wollen. Ihre Touristen haben sie jedenfalls vergrault.
tylerdurdenvolland 11.02.2010
3. Tolles Signal!
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
Heissa! Da freut man sich in Irland Spanien und Portugal & Co, wenn man Griecheland mit Beram aushilft,dann kann man ja andetrswo getrost geauso weiter machen. Das "too big to fail" schreitet fort in eine andere Dimension. Steuerzahler und Wähler, wie dumm seid ihr doch...
amarildo 11.02.2010
4. Urlaub
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
If hoffe das der Euro abrutscht. Ich will nach DE und andere EU Staaten in Urlaub fahren und hoffe auf eine gute Umtausch rate.
mexi42 11.02.2010
5. Der Crash ...
Zitat von sysopMega-Defizite in Griechenland, Spanien und anderen Ländern bringen den Euro-Kurs unter Druck, das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit - steht der Euro vor dem Crash?
war für jeden denkenden Menschen zu erkennen. Die Inhomogenität aller Mitgliedsstaaten begründet das Problem. Französischer Zeitungskommentar: Maastricht ist wie Versailles ohne Krieg. Die Deutschen müssen zahlen.
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