Schuldenkrise in Amerika Top-Investor flüchtet aus US-Staatsanleihen

Die USA haben das Vertrauen mächtiger Anleger verspielt: Der weltgrößte Anleiheinvestor Pimco trennt sich von sämtlichen amerikanischen Staatspapieren, ein Warnsignal, eine Peinlichkeit - er rechnet damit, dass die Schuldenkrise in Washington weiter eskaliert.
US-Präsident Barack Obama: Pleitegefahr?

US-Präsident Barack Obama: Pleitegefahr?

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ AP

Barack Obama

New York - Es ist ein harter Schlag für die Regierung von US-Präsident - und ein Warnsignal für Anleger: Der weltgrößte Anleiheinvestor Pimco hat sich von allen US-Schuldenpapieren getrennt, schreibt die "Financial Times". Der vom Manager Bill Gross verwaltete Fonds Total Return mit einem Volumen von knapp 237 Milliarden Dollar habe den Schritt bereits per Ende Februar vollzogen, teilte Pimco auch auf seiner Internetseite mit.

Der Schritt ist das bislang stärkste Signal dafür, wie negativ Investoren Schuldenpapiere des Staates USA inzwischen bewerten. Doch es könnte schlimmer kommen: Investor Gross erklärte laut der "FT", er rechne damit, dass US-Schuldenpapiere noch unattraktiver werden. Der Grund: Mitte des Jahres wird die US-Notenbank Fed ihr Programm zum Aufkauf von US-Staatsanleihen beenden.

Timothy Geithner

Die hohe Verschuldung der USA wird damit zu einem immer größeren Problem für die Regierung. Anfang Januar hatte es bereits nervöse Diskussionen gegeben, als US-Finanzminister vor dem Staatsbankrott Amerikas warnte. Tatsächlich rechnet aber kaum jemand mit diesem Szenario. Geithners drastische Worte waren eher als strategisches Manöver interpretiert worden, mit dem Kongressabgeordnete zu stärkeren Sparmaßnahmen bewegt werden sollen.

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