Schweiz Bankdaten-Dieb wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt

Keine Gnade für Datendiebe: Ein ehemaliger IT-Techniker der Privatbank Julius Bär wurde in der Schweiz zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Kundendaten gestohlen und für 1,1 Millionen Euro an den deutschen Fiskus verkauft hat.
Julius-Bär-Logo in Zürich: IT-Techniker stahl 2700 Datensätze von Bankkunden

Julius-Bär-Logo in Zürich: IT-Techniker stahl 2700 Datensätze von Bankkunden

Foto: CHRISTIAN HARTMANN/ REUTERS

Bellinzona - Ein Bankdatendieb aus Deutschland ist in der Schweiz zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt werden. Ein Teil davon wird zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte hatte den Diebstahl von Anfang an zugegeben.

Das Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona befand den 54-jährigen IT-Techniker der Wirtschaftsspionage, der Verletzung des Bank- und Geschäftsgeheimnisses sowie der Geldwäscherei für schuldig.

Der Mann hatte laut Anklage rund 2700 Datensätze deutscher Kunden bei der Zürcher Privatbank Julius Bär gestohlen und für 1,1 Millionen Euro an den deutschen Fiskus verkauft. Er war 2012 aufgeflogen und im Juni 2013 vor dem Bundesstrafgericht angeklagt worden.

Die Schweiz kooperiert seit einiger Zeit enger mit ausländischen Steuerbehörden, um internationalem Druck zu entgehen. Bei ausländischen Fahndern, die gestohlene Daten kaufen, will die Schweiz aber weiterhin hart bleiben.

ade/dpa
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