Wachsende Gesundheitskosten Sozialausgaben steigen auf Rekordniveau

Es ist eine Rekordsumme - die staatlichen und privaten Sozialleistungen sind im vergangenen Jahr nach Informationen des SPIEGEL auf 782,4 Milliarden Euro angewachsen. Zum Vergleich: Drei Jahre zuvor lagen sie noch um 35 Milliarden Euro niedriger. Grund für den Anstieg sind die Kosten im Gesundheitsbereich.
Sparschwein in einer Arztpraxis: Sozialausgaben steigen um 35 Milliarden Euro

Sparschwein in einer Arztpraxis: Sozialausgaben steigen um 35 Milliarden Euro

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Hamburg/Berlin - Die Sozialausgaben sind in Deutschland 2012 auf ein Rekordniveau gestiegen. Wie der SPIEGEL berichtet, beträgt die Summe aller staatlichen und privaten Sozialleistungen 782,4 Milliarden Euro. Zu Beginn der schwarz-gelben Regierungszeit im Jahr 2009 lag das sogenannte Sozialbudget noch bei 747,4 Milliarden Euro.

Dies geht aus dem Sozialbericht 2013 hervor. Diesen hatte das Bundeskabinett Anfang Juli verabschiedet und mittlerweile dem Bundestag zugeleitet. Das Papier ist der erste Bericht dieser Art in der laufenden Legislaturperiode.

Er belegt, dass der Trend zu steigenden Sozialausgaben auch künftig anhalten wird: In diesem Jahr wird das Sozialbudget ein Niveau von 808,3 Milliarden Euro erreichen. Bis 2017 prognostiziert die Bundesregierung sogar eine Ausweitung auf 902,5 Milliarden Euro.

Da vermutlich auch die Wirtschaft wachsen wird, liegt der Anteil der Sozialleistungen am Bruttoinlandsprodukt rechnerisch jedoch stabil bei knapp 30 Prozent. Während die Ausgaben für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in absoluten Werten sinken, wachsen vor allem die Kosten der Gesundheitsversorgung. Allein 2013 werde die Abschaffung der Praxisgebühr "zu einem etwas stärkeren Anstieg der Sozialleistungen in Höhe von rund 3,3 Prozent führen", heißt es in dem Bericht der Regierung.