Euro-Krise Moody's stuft Spanien und Zypern herab

Gerade wurden den spanischen Banken 100 Milliarden Euro für die Sanierung zur Verfügung gestellt - nach Ansicht von Moody's ist das schlecht für die Kreditwürdigkeit der Regierung in Madrid. Die Rating-Agentur senkte die Bonitätsnote Spaniens um drei Noten und stufte auch Zypern herunter.
Das Emblem der Rating-Agentur: Spanien und Zypern bekommen schlechtere Noten

Das Emblem der Rating-Agentur: Spanien und Zypern bekommen schlechtere Noten

Foto: MIKE SEGAR/ REUTERS

Washington - Die Bonität Spaniens sei um drei Stufen von der Note A3 auf die Note Baa3 gesenkt worden, teilte Moody's mit. Die Herabsetzung erfolgte wenige Tage, nachdem Madrid die Zusicherung der Euro-Zone erhielt, Spaniens angeschlagene Banken mit bis zu 100 Milliarden Euro krisenfest zu machen. Dies werde Spaniens Schuldenlast weiter erhöhen, so Moody's zur Begründung.

Spanien ist finanziell in Bedrängnis, weil es seinen unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leidenden Bankensektor vor dem Zusammenbruch bewahren muss. Dafür können der derzeitige Euro-Rettungsfonds EFSF und der künftige Dauerfonds ESM Hilfen vergeben, die an weniger strenge Auflagen als etwa die Hilfen für Griechenland geknüpft sind.

Auch die Kreditwürdigkeit Zyperns wurde gesenkt: Mit Verweis auf die engen Verbindungen zum krisengeplagten Griechenland stufte die Agentur die Bonität des zyprischen Staates von Ba1 auf Ba3 herab, wie sie mitteilte. Eine weitere Herabstufung werde geprüft.

Moody's erklärte zur Begründung, die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone mache Hilfen der Regierung an die bereits angeschlagenen zyprischen Banken wahrscheinlicher.

lei/dpa/AFP
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