100 Millionen Dollar Geldauflage Staatsanwaltschaft nimmt Ecclestones Angebot an

Das Ende des Ecclestone-Verfahrens rückt näher: Die Staatsanwaltschaft akzeptiert das Angebot des Formel-1-Chefs, seinen Bestechungsprozess gegen eine Geldauflage von 100 Millionen Dollar einzustellen. Nun berät das Gericht.
Ecclestone im Münchner Gericht: Staatsanwaltschaft akzeptiert Angebot.

Ecclestone im Münchner Gericht: Staatsanwaltschaft akzeptiert Angebot.

Foto: POOL/ REUTERS

München - Im Bestechungsverfahren gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat die Staatsanwaltschaft der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage von 100 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) zugestimmt. Das gab Staatsanwalt Christian Weiß im Landgericht München bekannt. Ecclestones Angebot war bereits am Freitag bekannt geworden.

Die Richter äußerten sich zunächst noch nicht dazu und zogen sich zur Beratung zurück. Ein Ergebnis wird bis 13 Uhr erwartet. Für die endgültige Einstellung müssten auch sie zustimmen.

Die Ermittler hatten Ecclestone angeklagt, weil er den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky vor acht Jahren mit 44 Millionen Dollar bestochen haben soll. Gribkowsky soll dafür gesorgt haben, dass die Bank ihren Formel-1-Anteil an Ecclestones Wunsch-Investor CVC verkaufte und Ecclestone so Chef der Rennserie bleiben konnte.

Doch die Staatsanwaltschaft tat sich bisher schwer, die Vorwürfe zu belegen. Mehrere Zeugen stützten Ecclestone, der die Vorwürfe zurückweist. Gribkowsky wurde von derselben Strafkammer zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

ade/dpa/Reuters
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