Staatshaushalt Deutschland erzielt Milliarden-Überschuss

Der robuste Arbeitsmarkt und die günstige Entwicklung der Konjunktur haben dem deutschen Staat im ersten Halbjahr 2015 schwarze Zahlen beschert. Der Überschuss betrug 21,1 Milliarden Euro.
Bundesfinanzministerium: Gefüllte Kassen

Bundesfinanzministerium: Gefüllte Kassen

Foto: Ole Spata/ picture alliance / dpa

Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr dank der guten Konjunktur schwarze Zahlen geschrieben. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen nahmen zusammen 21,1 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Der Überschuss entspricht 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Damit könnte der Staat 2015 das zweite Jahr in Folge einen Überschuss schaffen: 2014 hatte das Plus bei 0,3 Prozent gelegen. In den beiden vorangegangenen Jahren wurde dagegen nach revidierten Angaben ein leichtes Defizit von jeweils 0,1 Prozent erzielt.

"Die Haushalte konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren", erklärten die Statistiker. Durch die Rekord-Beschäftigung stiegen vor allem die Einnahmen aus der Einkommensteuer und den Sozialbeiträgen. Auch Sondereinnahmen durch die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen sowie sinkende Zinsausgaben trugen zum Überschuss bei.

Von den Ergebnissen für die ersten sechs Monate ließen sich allerdings nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen, da die Ergebnisse in der zweiten Jahreshälfte oft niedriger ausfielen, erklärten die Statistiker.

mik/Reuters
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