Wirtschaftskrise in Frankreich Hollande scheitert mit Arbeitslosen-Ziel

Es war das wichtigste Ziel seiner Wirtschaftspolitik: Bis Ende 2013 wollte François Hollande den Anstieg der Arbeitslosigkeit stoppen. Das ist Frankreichs Staatschef nicht gelungen. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen auf einen neuen Höchststand.
Staatspräsident Hollande: Hoffen auf den "Pakt der Verantwortung"

Staatspräsident Hollande: Hoffen auf den "Pakt der Verantwortung"

Foto: Michel Euler/ AP

Paris - Im Oktober noch hatte Frankreichs Staatschef François Hollande den Beginn der versprochenen Trendwende am Arbeitsmarkt ausgerufen. Doch bereits im November erwies sich das Versprechen als pure Luftnummer. Im Dezember stieg die Arbeitslosigkeit nun erneut, wie das Arbeitsministerium in Paris am Montagabend in Paris mitteilte - und zwar auf den neuen Rekordwert von 3,303 Millionen.

Hollande hatte versprochen, den Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Ende 2013 zu stoppen. Stattdessen stieg sie im Vergleich zum November um weitere 0,3 Prozent an, im Vergleich zum Dezember 2012 beträgt der Zuwachs gar 5,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag per Ende Dezember bei rund elf Prozent - in Deutschland sind es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell 6,7 Prozent.

Während eines Besuchs in Ankara sprach der Staatspräsident dennoch von einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt. Seiner Einschätzung nach müsse jetzt eine Verminderung der Arbeitslosenzahl gelingen. Seine Hoffnungen setzt Hollande auf den "Pakt der Verantwortung", den er den Unternehmen angeboten hatte. Diese sollen bei den Abgaben um 30 Milliarden Euro entlastet werden, im Gegenzug aber klare Ziele bei der Schaffung von Stellen erfüllen.

mik/dpa