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08. Februar 2014, 06:58 Uhr

Steueraffäre

Linssen soll 650.000-Euro-Posten behalten dürfen

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Der in eine Steueraffäre verstrickte CDU-Politiker Helmut Linssen erhält Rückendeckung vom Chef des Kuratoriums der RAG-Stiftung, Jürgen Großmann. Der plädiert dafür, dass Linssen seinen mit 650.000 Euro dotierten Stiftungsposten behalten darf.

Ex-RWE-Chef Jürgen Großmann lehnt sich als Kuratoriumsvorsitzender der RAG-Stiftung weit aus dem Fenster - ausgerechnet zugunsten des in eine Steueraffäre verstrickten CDU-Politikers Helmut Linssen. Der ist zugleich Finanzvorstand der RAG-Stiftung. In einem Schreiben vom 5. Februar teilt Großmann den Mitgliedern des RAG-Kuratoriums mit, Linssen habe ihn ausführlich über dessen in den Medien diskutierte "Kapitalanlage" auf den Bahamas informiert.

Linssen, so Großmann, habe den Vorgang bedauert, ihm aber glaubhaft versichert, dass er sich "zu jeder Zeit korrekt verhalten" habe. Der Vorwurf, Steuern hinterzogen zu haben, sei durch Finanzverwaltung und Staatsanwaltschaft nicht bestätigt worden. Daraufhin, schreibt Großmann an Kuratoriumsmitglieder wie die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), habe er Linssen sein Vertrauen ausgesprochen. "Ich gehe davon aus", schließt Großmann den Brief, dass ich "damit auch in Ihrem Sinne gehandelt habe". Bei den Sozialdemokraten sorgt besonders dieser letzte Satz für große Verwunderung.

In Düsseldorf heißt es: Ob Linssen, der seinen Posten als CDU-Schatzmeister aufgeben will, den mit rund 650.000 Euro dotierten Stiftungsjob behalten kann, sei ausschließlich Sache der CDU. Die habe ihn schließlich auch auf diesen Posten gehievt.

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