Pläne von Finanzminister Scholz Steuerzahlern bleiben vier bis elf Euro mehr im Monat

Finanzminister Olaf Scholz will die Bürger ab kommendem Jahr entlasten. Experten haben durchgerechnet, wie sich seine Pläne beim Steuerzahler auswirken.
Olaf Scholz

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Foto: Michele Tantussi/ Getty Images

Er will die schwarze Null halten und dennoch auch den Steuerzahlern ein bisschen entgegenkommen. Finanzminister Olaf Scholz hat für 2019 Entlastungen angekündigt. Der Steuerzahlerbund hat nun ausrechnen lassen, wie viel die Bürger dadurch mehr in der Tasche haben. Demnach können Steuerzahler je nach Einkommen netto mit vier bis elf Euro mehr im Monat rechnen, berichtet die "Rheinische Post".

Laut den Berechnungen würde ein Steuerzahler mit einem Monatsbrutto von 2000 Euro durch den angekündigten Abbau der kalten Progression um vier Euro monatlich entlastet - egal, ob er alleinstehend oder verheiratet ist. Ein Durchschnittsverdiener mit einem Monatsbruttolohn von 3000 Euro käme demnach auf sechs Euro mehr netto im Monat. Bei einem höheren Verdienst von 5000 Euro käme ein Plus von immerhin zehn bis elf Euro mehr netto heraus.

Der Effekt der sogenannten kalten Progression tritt immer dann auf, wenn Bürger bei Lohnerhöhungen durch einen höheren Steuertarif wegen der inflationsbedingten Teuerung von Waren keine höhere Kaufkraft haben. Durch Änderungen beim Steuertarif kann das gemildert werden.

Die Berechnungen stammen vom Deutschen Steuerzahlerinstitut, einer Forschungseinrichtung des Bundes der Steuerzahler.

Finanzminister Scholz stellt seine Haushaltspläne an diesem Dienstag dem Bundestag vor. Innerhalb der großen Koalition gibt es noch Streit darüber, wie die Steuereinnahmen am besten ausgegeben werden sollten. So forderten zum Beispiel Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für die kommenden Jahre mehr Geld für ihre Ressorts.

mmq/dpa
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