Billigsteuerländer EU erweitert schwarze Liste

Die Europäische Union hat ihre schwarze Liste der Länder mit zweifelhaften Steuerpraktiken deutlich verlängert. Unter den nun 15 Staaten finden sich erstmals auch zwei arabische.
Omanische Hauptstadt Maskat

Omanische Hauptstadt Maskat

Foto: Chris Jackson/ Getty Images

Die EU hat ihre schwarze Liste der intransparenten Steuerstaaten um zehn Länder und Gebiete erweitert. Darauf einigten sich die 28 EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel. 15 Staaten und Gebiete stehen nun auf der Liste der Regionen mit zweifelhaften Steuerpraktiken. Mit dem öffentlichen Pranger möchte die EU die Länder zu Gesetzesänderungen und mehr Steuertransparenz bewegen.

Neu dabei sind Aruba, Barbados, Belize, Bermuda, Fidschi, die Marshallinseln, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Vanuatu und Dominica. Weiterhin gelistet sind Samoa, Amerikanisch-Samoa, die amerikanischen Jungferninseln, Guam sowie Trinidad und Tobago.

Die Liste war im Dezember 2017 nach Enthüllungen in den sogenannten Panama Papers und Paradise Papers über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen erstellt worden. Die EU hatte ursprünglich den Dialog mit gut 90 Ländern gesucht.

Neben der schwarzen Liste stehen 34 weitere Staaten und Gebiete auf einer sogenannten grauen Liste. Die EU nimmt deren Steuerpraktiken genauer unter die Lupe.

ssu/dpa/Reuters
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