Staatshaushalt Steuereinnahmen im August erneut gestiegen

In den ersten acht Monaten dieses Jahres hat der deutsche Staat rund 427 Milliarden Euro an Steuern eingenommen. Allein im August waren es knapp 48 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
DPA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble


Die Steuereinnahmen des Staates sind dank der guten Konjunktur und Beschäftigungslage im August deutlich gestiegen. Das Aufkommen legte insgesamt - ohne Gemeindesteuern - um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Im Juli betrug das Plus 9,2 Prozent.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres nahm der Fiskus damit rund 427 Milliarden Euro ein - 4,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Damit liegen die Steuereinnahmen leicht über der zuletzt geschätzten Einnahmeprognose für das Gesamtjahr.

Bei den Bundessteuern gingen die Einnahmen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,9 Prozent zurück, wie es in dem Bericht heißt. Das Finanzministerium begründete dies mit der Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer. Die Erstattung von Zinsen für die durch das Bundesverfassungsgericht gekippte Steuer riss demnach ein Loch von 976 Millionen Euro. Insgesamt muss der Bund über sieben Milliarden Euro an die AKW-Betreiber E.ON, RWE und EnBW zurückzahlen.

Bei den Ländersteuern gab es im August dank der Mehr-Einnahmen aus der Erbschaftsteuer und der Grunderwerbsteuer einen deutlichen Zuwachs in Höhe von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

aar/dpa/Reuters



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
akohle 21.09.2017
1. Sorry, diese Steuerüberschüsse
werden uns brutal abgezapft. Was haben wir denn davon? Die Straßen werden hier in Düsseldorf nicht mehr anständig repariert, aber das Breuninger in 2 facher Ausführung aus dem Boden gestampft. Der Artikel klingt, als ob es etwas Gutes wäre, dass unser abgeknöpftes Geld riskant verwaltet und an wichtigen Stellen verwehrt wird. Dazu werden die Unterhaltskosten immer höher, überall Diktat durch Investoren, die ihre Steuern woanders zahlen. Das ganze macht Gewerbetreibende zu tricksenden Verbrechern, aber das Finanzamt steht leider drauf.
blob123y 21.09.2017
2. Na so was
und wen kuemmerts das die Rentner real immer ärmer werden ich frage mich sind der Merkel, Schaeuble usw die älteren Deutschen total egal? Wohin verschwinden diese Mehreinnahmen? In Grichenland? Bruessel? Genf? usw. und die Aelteren gehen zu den Muelltonnen um diese nach Flaschen zu durchwuehlen? Es ist nicht die Leistung der Politik das die Steuern steigen es ist die Leistung der arbeitenden Bevoelkerung! Die Politik verschwendet und verbrennt diese Einnahmen umgehend.
patrickfrankred 21.09.2017
3. FDP hat somit recht
Die FDP hat somit recht, der Staat hat enorme Steuereinnahmen und die Zeit wäre reif den Solidaritätszuschlag 2019 abzuschaffen und die Steuern im niedrigen und mittleren Einkommen zu senken! Ohne Steuererhöhung!
awoth 21.09.2017
4. Toll!
Ich bin derart begeistert davon, dass ich GERNE noch mehr Abzocke bezahle!!!! Weiter so, Deutschland!!!!
Kapustka 21.09.2017
5. Und Schulz propagiert trotzdem Steueerhöhungen für "Reiche"
Weil es offenbar eine Art ideologisch motivierter Zwang ist. Reichen-Bashing muss einfach sein. Ausnahmen (Gerhard Schröder) bestätigen die Regel.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.