Von Juli an teurer Schwarzfahren kostet jetzt 60 Euro

Kein Ticket gekauft? Das kostet seit 1. Juli 60 Euro statt bisher 40 Euro. Schwarzfahrer sollen durch die abschreckende Wirkung bekehrt werden, Verbraucherschützer kritisieren die Erhöhung.
Straßenbahn in Stuttgart: Auch wer sein Ticket abzustempeln vergisst, fährt schwarz

Straßenbahn in Stuttgart: Auch wer sein Ticket abzustempeln vergisst, fährt schwarz

Foto: Michele Danze/ picture alliance / dpa

Schwarzfahrer müssen von sofort an tiefer in die Tasche greifen: Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist das "erhöhte Beförderungsentgelt" angehoben worden - von bislang 40 auf nun 60 Euro. Zahlen muss, wer in Bus oder Bahn ohne Ticket erwischt wird oder seinen Fahrschein nicht ordnungsgemäß entwertet hat.

Allerdings schaffen nicht alle Verkehrsbetriebe die Umstellung rechtzeitig. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn, in Hamburg, München und im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gelten die Änderungen beispielsweise erst ab August, in Berlin dagegen schon jetzt.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und das Verkehrsministerium erhoffen sich von den 60 Euro eine stärker abschreckende Wirkung. Durch Schwarzfahrer entgehen den Unternehmen laut VDV jedes Jahr rund 350 Millionen Euro. Verbraucherschützer und der Fahrgastverband Pro Bahn kritisieren, dass die Erhöhung auch diejenigen treffe, die sich nicht in den komplizierten Tarifsystemen zurechtfinden oder am Automaten scheitern.

kpa/dpa-AFX
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