Tierschutz Bauern fordern Verdoppelung der Preise für Schweinefleisch

Die strengeren Tierschutzauflagen treiben die Kosten für die Bauern in die Höhe. Um den Bankrott vieler Betriebe zu verhindern, fordert der Deutsche Bauernverband eine drastische Erhöhung der Preise für Schweinefleisch.
Schweinemastbetrieb im Landkreis Dahme Spree

Schweinemastbetrieb im Landkreis Dahme Spree

Foto: imago/ Marius Schwarz

Die Preise für Schweinefleisch müssen nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes drastisch erhöht werden. Sonst drohe wegen der neuen Tierschutzauflagen vielen Schweinemästern der Bankrott, warnte Verbandsvizepräsident Werner Schwarz in der "Rheinischen Post". "Schweinefleisch müsste für die Verbraucher fast doppelt so teuer werden, damit wir die Tierschutzvorgaben wie die Kastration von Ferkeln unter Narkose oder deutlich mehr Platz für die Sauen erfüllen können - ohne bankrottzugehen." Damit würde nicht mehr Geld verdient, sondern nur der Standard gehalten.

Schwarz monierte, viele Menschen wünschten zwar eine bessere Haltung der Schlachttiere, seien aber oft nicht bereit, dafür mehr Geld auszugeben. "Die Menschen wünschen sich die frei laufende Sau unter dem blühenden Apfelbaum - können oder wollen das aber oft nicht bezahlen. Denn: Sie empfinden keinen Mehrwert, wenn sie für weniger Fleisch mehr Geld bezahlen sollen." Wenn das Fleisch mehr koste, habe der Verbraucher keinen direkten Nutzen davon.

Das Kilo gewürztes Schweinefleisch kostete im Mai im Bundesdurchschnitt 7,19 Euro, im Vorjahr 7,14 Euro.

mik/dpa