Tierquälerei Landkreise verbieten Rinder-Exporte in 14 Länder

Durchgeschnittene Sehnen, ausgestochene Augen - wegen solcher Tierquälerei haben zwei Landkreise in Schleswig-Holstein nun Rindertransporte in 14 Länder gestoppt. Betroffen ist auch die Türkei.
Rindertransport (Archiv)

Rindertransport (Archiv)

Foto: Ulrich_Perrey/ picture-alliance / dpa/dpaweb

Zwei Landkreise in Schleswig-Holstein haben den Transport von Rindern in 14 Länder außerhalb der Europäischen Union verboten. Es bestehe der Verdacht der Tierquälerei.

"Wenn Tieren vor der Tötung die Augen ausgestochen und Sehnen durchgeschnitten werden, damit sie sich nicht wehren können, ist das mit unserem tierärztlichen Ethos nicht vereinbar", sagte Manuela Freitag, Leiterin der Veterinäraufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

Hintergrund sind mehrere Berichte über tierquälerische Transporte. Betroffen von dem Exportverbot sind die Türkei, Jemen, Libanon, Marokko, Algerien, Ägypten, Aserbaidschan, Syrien, Jordanien, Kasachstan, Kirgistan Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Nicht betroffen sind Tiertransporte innerhalb Deutschlands oder innerhalb der EU.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde habe sich an das Landwirtschaftsministerium gewandt, eine Regelung für ganz Schleswig-Holstein zu erlassen, sagte Freitag. "Notwendig wäre aber eine bundesweite Regelung und zudem auf Ebene der Europäischen Union." Der Kreis hat seit Donnerstag ein 14-tägiges Exportverbot erlassen.

brt/dpa