Trotz Aufschwung Haushaltsdefizit steigt auf 50 Milliarden Euro

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kämpft mit steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen: Das Haushaltsdefizit ist in den ersten drei Quartalen auf fast 50 Milliarden Euro gestiegen. Bei den Ländern dagegen reduzierte sich das Minus.

Finanzminister Schäuble: Zuschuss an den Gesundheitsfonds schlägt ins Gewicht
REUTERS

Finanzminister Schäuble: Zuschuss an den Gesundheitsfonds schlägt ins Gewicht


Wiesbaden - Der XXL-Aufschwung schlägt sich noch nicht im Staatshaushalt 2010 nieder: Der Kernetat des Bundes wies in den ersten drei Quartalen ein Finanzierungsdefizit von 49,4 Milliarden Euro auf, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit lag die Lücke rund 16 Milliarden Euro höher als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt dürfte das Defizit noch deutlich über den knapp 50 Milliarden liegen. Denn im Kernetat sind Extrahaushalte wie die Sonderfonds zur Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht enthalten. Nähere Angaben zu ihnen machte das Statistische Bundesamt allerdings nicht.

Der Grund für das gestiegene Kerndefizit sind deutlich gewachsene Ausgaben bei gleichzeitig gesunkenen Einnahmen. So hat unter anderem zu Buche geschlagen, dass die Bundesagentur für Arbeit vorzeitig Gelder zur Arbeitsförderung beim Bund abgerufen hat. Auch der höhere Zuschuss des Bundes an den Gesundheitsfonds machte sich bemerkbar.

Etwas besser stellte sich die Entwicklung bei den Ländern dar. Hier reduzierte sich das Finanzierungsdefizit in den Kernhaushalten in den ersten drei Quartalen auf 17 Milliarden Euro - ein Rückgang um 4,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

yes/dapd



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Seite 1
tamgarun 14.12.2010
1.
Zitat von sysopBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kämpft mit steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen: Das Haushaltsdefizit ist in den ersten drei Quartalen auf fast 50 Milliarden Euro gestiegen. Bei den Ländern dagegen reduzierte sich das Minus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,734502,00.html
Er kann ja mal bei den Banken um Kredit nachfragen.....
Auxbürger, 14.12.2010
2. Wird Zeit...
... die Reserven aus den schwarzen Koffern zu aktivieren, Herr Schäuble. Wir vergessen nichts!
Juergen Wolfgang, 14.12.2010
3. wsd
Zitat von sysopBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kämpft mit steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen: Das Haushaltsdefizit ist in den ersten drei Quartalen auf fast 50 Milliarden Euro gestiegen. Bei den Ländern dagegen reduzierte sich das Minus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,734502,00.html
Unser Staat kann einnehmen was er will. Die Höhe spielt keine Rolle. Ob 200 MRD, 2.000 MRD oder 20.0000 MRD Es gibt immer eine Defizit. Entlassen!! Alle entlassen. Angefangen bei Schäuble! Unfähiges Pack das mit Geld nicht umgehen kann. Aber Geld für S21 ist da.... Was kommt jetzt?? Klar! Steuererhöhungen müssen das Defizit wieder ausgleichen. Wann jagen wir endlich dieses verlogene CDU/FDP/SPD/GRÜNE Pack in die Wüste??
Camarillo Brillo, 14.12.2010
4. ...
Zitat von sysopBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kämpft mit steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen: Das Haushaltsdefizit ist in den ersten drei Quartalen auf fast 50 Milliarden Euro gestiegen. Bei den Ländern dagegen reduzierte sich das Minus. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,734502,00.html
Im Hinblick darauf, dass ursprünglich von einem Defizit im Bereich von 80 Mrd ausgegangen wurde, ein recht erfreuliches Ergebnis. Weniger erfreulich ist allerdings, dass keine Bemühungen ersichtlich sind, dieses Defizit auf Null oder jedenfalls in diesen Bereich zu führen. Letztlich wird man nicht darum herumkommen, die Steuern zu erhöhen, da mag die FDP noch so sehr quiecken; weiterhin ist auch auf der Ausgabenseite gegenzusteuern.
Der Bruddler, 14.12.2010
5. Überschrift...
Tja - da sind wir ja wohl auch selbst mit Schuld dran. Wir wollen nicht genügend verdienen (Ansonsten wäre die Lohnzurückhaltung der letzten Zeit nicht erklärbar). Ach ich vergaß - das schafft Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft. Gut bezahlte. Also wir brauchen selbst nicht so viel, damit wir diejenigen, welche den Wohlstand veräußern ordentlich bezahlen können und wundern uns dann, dass kein Geld mehr da ist.
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