Trotz Krise Ex-Finanzminister Waigel gibt Euro noch 390 Jahre

Ganz Europa bangt um den Euro. Ganz Europa? Nein, ein Mann hat immenses Vertrauen in die Gemeinschaftswährung: Ex-Finanzminister Waigel glaubt, dass der Euro 400 Jahre alt wird - und beruft sich auf einen historischen Vorläufer.
CSU-Politiker Waigel: "Ich habe da eine Idee, die leider niemand aufgreift"

CSU-Politiker Waigel: "Ich habe da eine Idee, die leider niemand aufgreift"

Foto: DDP

Hamburg - Er gilt als Vater des Euro, sogar der Name der Gemeinschaftswährung geht auf einen Vorschlag von ihm zurück. Nun packt den früheren Bundesfinanzminister Theo Waigel offenbar der Vaterstolz.

In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" nannte er Aussagen, wonach die EU wegen des vor zehn Jahren eingeführten Euro derzeit ihre größte Krise durchlebt, "maßlos übertrieben". Zugleich prophezeite er der Währung ein äußerst langes Leben. Der Denar, das Zahlungsmittel des Römischen Reichs, habe 400 Jahre lang Geltung gehabt, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende. "So viel Zeit gebe ich dem Euro auch."

Waigel plädierte außerdem dafür, den Rat erfahrener pensionierter Staatsmänner einzuholen: "Ich habe da eine Idee, die leider niemand aufgreift: Man sollte einen Senat der Älteren gründen, in dem es vor allem um die Zukunft Europas geht."

Als Senatsmitglieder schlug Waigel ehemalige Bundespräsidenten, Kanzler und Außenminister sowie den einen oder anderen Ex-Finanz- oder Wirtschaftsminister vor. Das könnte helfen, schwierige europapolitische Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen.

dab/dpa
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