Leitzins-Diskussion Trump greift Fed-Chef Powell frontal an

US-Präsident Donald Trump verfolgt die Geldpolitik der Federal Reserve mit wachsender Ungeduld. Per Twitter forderte er jetzt eine drastische Senkung der Leitzinsen.

US-Präsident Trump vor Anhängern: "Schrecklicher Mangel an Visionen"
Bryan Woolston/REUTERS

US-Präsident Trump vor Anhängern: "Schrecklicher Mangel an Visionen"


US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Fed erneut heftig angegriffen. Die Fed solle rasch die Leitzinsen um "mindestens 1,00 Prozentpunkte" senken, schrieb Trump im Kurznachichtendienst Twitter am Montag. Vielleicht sollte auch eine quantitative Lockerung hinzukommen. Darunter würden zum Beispiel die erneuten Käufe von Staatsanleihen fallen.

Falls dies geschehe, dann würde laut Trump die US-Wirtschaft "noch besser" laufen. Zudem würde die Weltwirtschaft stärker und schneller wachsen. Dies wäre laut Trump "gut für alle". Derzeit würde der starke Dollar leider andere Teile der Welt belasten. Notenbankchef Jerome Powell habe einen "schrecklichen Mangel an Visionen". Trump warf zudem den Demokraten vor, die Wirtschaft schwächen zu wollen, um eine gute Ausgangsposition für die Wahlen im Jahr 2020 zu erhalten.

Die Fed hat im vergangenen Monat erstmals seit einem Jahrzehnt die Zinsen gesenkt. Sie wurden um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 2,00 bis 2,25 Punkte reduziert. Grundsätzlich zeigte sich die Fed für weitere Maßnahmen offen. Sie verwies auf das verlangsamte globale Wachstum und die Unsicherheit angesichts des Handelstreits zwischen den USA und China.

mik/dpa-AFX



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