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28. September 2018, 11:38 Uhr

Türkei-Krise

Investoren bringen Milliarden in Deutschland in Sicherheit

Diese Nachricht wird Präsident Erdogan nicht gefallen: Die Türkei-Krise verschreckt Anleger. Investoren überwiesen binnen drei Monaten bereits 4,6 Milliarden Euro nach Deutschland.

Die Währungskrise in der Türkei verunsichert Kapitalanleger in der Türkei - und das ist auch in Deutschland spürbar. Allein zwischen April und Juni stieg der Nettokapitalzufluss aus der Türkei nach Deutschland auf 4,6 Milliarden Euro.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Florian Toncar hervor. Seit Jahresbeginn hatten sich die Wirtschaftsturbulenzen in der Türkei verschärft, insbesondere der Wertverfall der türkischen Lira. "Es spricht einiges dafür, dass sich die Kapitalflucht im dritten Quartal verschärft hat", sagte Toncar der Funke Mediengruppe. Zahlen für das dritte Quartal liegen der Bundesregierung allerdings noch nicht vor.

Die unmittelbaren Risiken für deutsche Kreditgeber durch die Türkei-Krise sind überschaubar. Die Bundesregierung beziffert die Forderungen deutscher Banken an in der Türkei ansässige Unternehmen auf insgesamt 20,8 Milliarden Euro. Dies entspreche weniger als 0,3 Prozent der aggregierten Bilanzsumme des deutschen Bankensektors.

beb

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