Inflation in der Türkei Lebensmittel erneut teurer

Auberginen oder Paprika? Bieten einige Händler in der Türkei nicht mehr an, denn die Abnehmer fehlen. Seit dem Absturz der Lira ächzen die Menschen unter der hohen Inflation. Insbesondere Nahrungsmittel sind betroffen.

Händler in Istanbul
AFP

Händler in Istanbul


Die Preise für Lebensmittel in der Türkei sind seit dem Jahreswechsel kräftig gestiegen. Wie das türkische Statistikamt mitteilte, stieg die Teuerungsrate für Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke im Vergleich zum Dezember um 6,43 Prozent.

Medienberichten zufolge haben manche Händler als Reaktion auf die Teuerung den Verkauf von Auberginen und Paprikasorten eingestellt. Das Gemüse sei zu teuer und fände keine Abnehmer, hieß es.

Die allgemeine Inflationsrate bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Sie lag im Januar bei 20,35 Prozent. Die Zentralbank erwartet bis Ende des Jahres einen Rückgang der Inflationsrate auf 14,6 Prozent. Sie hat versichert, eine strikte Geldpolitik zu verfolgen, bis die Inflation deutlich gesunken ist.

Ein heftiger Kursabsturz der türkischen Lira hatte die Inflation im vergangenen Jahr auf mehr als 25 Prozent steigen lassen. Die Währungskrise hatte Einfuhren spürbar verteuert. Die Türkei ist stark von Importen abhängig und muss unter anderem Rohöl auf dem Weltmarkt kaufen.

Die Lira selbst hat sich nach dem schweren Absturz im Spätsommer zuletzt vergleichsweise stabil gehalten. Aktuell wird ein Euro für etwa sechs Lira gehandelt.

fek/dpa/AFP



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