Ukraine-Konflikt EU verlängert Sanktionen gegen die Krim

Die Strafmaßnahmen gegen die annektierte Halbinsel bleiben bestehen: Bis Juni 2016 gelten für die Krim Export- und Investitionsverbote. Die Entscheidung zu den Sanktionen gegen Russland steht noch aus.

Russische Soldaten auf der Krim: Keine Lösung im Ukraine-Konflikt
AFP

Russische Soldaten auf der Krim: Keine Lösung im Ukraine-Konflikt


Im Ukraine-Konflikt ist keine Lösung in Sicht - und so bleiben auch die Sanktionen gegen die von Russland annektierte Krim vorerst bestehen. Am Freitag verlängerte die EU ihren Beschluss um ein weiteres Jahr.

Die Export- und Investitionsverbote gelten nun bis zum 23. Juni 2016. Sie sollen vor allem Unternehmen in Bereichen wie Energie, Transport oder Telekommunikation treffen. Auch die Tourismusbranche unterliegt Beschränkungen: So dürfen beispielsweise keine Kreuzfahrtschiffe aus der Europäischen Union in Krim-Häfen einlaufen.

Die deutlich bedeutendere Verlängerung der europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis zum 31. Januar 2016 soll am kommenden Montag bei einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg beschlossen werden.

Die Staats- und Regierungschefs hatten sich bereits im März darauf geeinigt, die derzeit bis Ende Juli befristeten Handels- und Investitionsbeschränkungen erst dann aufzuheben, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Konflikt erfüllt sind.

brk/dpa/AFP



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ichsagemal 19.06.2015
1.
..die Hoffnung, dass Russland ob der Sanktionen weich wird, stirbt zuletzt. Deswegen hoffen einige weiter und scheuen sich nach Alternativen zu suchen. Kinder reagieren i.d.R. auch so.
demokroete 19.06.2015
2. Es geht in dem Konflikt gar nicht um die Krim
Das geostrategische Konzept der USA ist seit spätestens 2001, als sie einseitig den ABM Vertrag kündigten, Russland militärisch immer enger einzukreisen, die NATO immer weiter an die Grenzen Russlands zu verschieben und bei Gelegenheit wirtschaftlich zu schädigen. Und weil der Griff nach der Ukraine nicht so geklappt hat, wie geplant, müssen jetzt Sanktionen her. Wirklich dumm, dass sich die deutsche Regierung hier vor den US-Karren spannen lässt, aber was kann man dem amerikanischen Kuckuck anderes erwarten ?!
willibaldus 19.06.2015
3. Es bleibt eigentlich keine Wahl.
Einfach dabeistehen, wie in Europa jemand die Grenzen seines Nachbarstaates verändert, kann man sich nicht leisten. Dann fängt Ungarn an, sich bei der Slowakei zu bedienen, Polen an Weissrussland und ein Ende ist nicht abzusehen. Diesem Irrsinn muss sofort und entschlossen entgegengetreten werden. ein Einlenken ist höchst unwahrscheinlich, die Sanktionen sind aber auch nicht allzu hart. Es geht nur gegen den militärisch industriellen Komplex einige Personen und Banken und etwas Technologische Zusammenarbeit auf gewissen Gebieten. Nichts wirklich spürbares. Russland Gegensanktionen dienen nur dazu, dass die normale Bevölkerung auch was davon merkt.
agua 19.06.2015
4.
Wohin das führt kann man ja in einem anderen Artikel lesen,heute bei spon.Leider ohne Kommentarfunktion.Alleine für Deutschland der Verlust von 500.000 Arbeitsplätzen.Da kann man nur noch staunen über solche Entscheidungen.
winki 20.06.2015
5. Sanktionen gegen Russland, Sanktionen gegen die Krim
Wem soll das eigentlich schaden? Am Ende doch nur der EU selbst. Die Amis lachen sich doch jetzt schon halb tod über die doofen Europäer bzw. über deren bekloppte Regierungen. Der Handel zwischen den USA und Russland nimmt zu und der mit der EU nimmt ab. Ist das nicht komisch? In Russland rückt das Volk eng zusammen und stewht nahezu geschlossen hinter Puten, dessen Popularität ständig zu nimmt. Bisher hat es noch niemand geschafft Russland zu bezwingen. Alle die es versucht haben, haben sich blutige Köpfe geholt. Das wird auch weiter so sein. Hoffentlich erwischt es mal die Amis.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.