Urheberrecht Streit um "Happy Birthday"-Lied beendet 

Das Geburtstagsständchen "Happy Birthday" wird zum allgemeinen Kulturgut. Ein Gericht in Kalifornien entschied jetzt, dass Musiker das Lied auch für kommerzielle Zwecke nutzen dürfen, ohne dafür Tantiemen zu bezahlen.

Manuskript des Ur-Happy-Birthday-Songs: Wem steht Geld zu?
DPA

Manuskript des Ur-Happy-Birthday-Songs: Wem steht Geld zu?


Im jahrelangen Streit um das Lied "Happy Birthday" hat ein Gericht in Kalifornien eine Einigung erzielt. Das berichteten die "Los Angeles Times" und die "New York Times" am Mittwochabend übereinstimmend - ohne aber Inhalte der Einigung zu kennen. Klar ist nur, dass das Lied künftig rechtefrei ist.

Geklagt hatte eine Gruppe Dokumentarfilmer gegen den Musikgiganten Warner Music. Privat durfte das Lied bisher zwar jeder singen, aber bei einer kommerziellen Nutzung floss Geld in die Kassen von Warner. Im September hatte ein Gericht entschieden, dass der Musikkonzern die Tantiemen, die auf jährlich rund zwei Millionen Dollar geschätzt werden, zu Unrecht kassiert hat. Fraglich ist nun, ob Warner das Geld zurückzahlen muss. Möglich ist, dass das Gericht genau das verlangt.

Beteiligt an dem Verfahren ist auch eine gemeinnützige Organisation, die sich der Kindererziehung widmet und die von Patty Hill, einer Mitautorin des Liedes, mitgegründet wurde. Die Organisation hatte sich im vergangenen Monat zu Wort gemeldet und Warner Music Chart zeigen aufgefordert, die Tantiemen einzutreiben, von denen sie einen großen Anteil erhält. Nach Informationen der "New York Times" ist die Organisation aber an der Einigung beteiligt.

mik/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.