Etatexperten Haushaltsdefizit in den USA soll schon 2020 eine Billion Dollar erreichen

Die Steuererleichterungen von US-Präsident Trump zeigen Konsequenzen: Berechnungen von Experten zufolge soll das US-Haushaltsdefizit schon zwei Jahre früher als bisher erwartet über eine Billion Dollar steigen.

Experten des Kongresses haben ihre Schätzungen für das Defizit revidiert
REUTERS

Experten des Kongresses haben ihre Schätzungen für das Defizit revidiert


Das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten wird Schätzungen des Haushaltsbüros des US-Kongresses (CBO) zufolge schon im Fiskaljahr 2020 über eine Billion Dollar steigen.

Damit würde das Defizit zwei Jahre früher als bisher erwartet über dieser Marke liegen, hieß es in dem Ausblick. Das CBO ist eine überparteiliche Einrichtung des Kongresses, das die Haushaltspolitik analysiert und Schätzungen für die künftige Entwicklung abgibt.

Das Defizit sei angesichts höherer Staatsausgaben schneller gestiegen, hieß es in dem Ausblick. Etwas gedämpft worden sei der Effekt durch die niedrigeren Zinsen. Üblicherweise schrumpft das Haushaltsdefizit bei einer niedrigen Arbeitslosenquote.

Steuererleichterungen zeigen Wirkung

Einer der Gründe für das steigende Defizit liegt in Steuererleichterungen, die US-Präsident Donald Trump 2017 eingeführt hatte.

In diesem Fiskaljahr soll das Defizit auf 960 Milliarden Dollar steigen. Zuvor ging das CBO laut "New York Times" von einem Minus von 896 Milliarden Dollar für das laufende und 892 Milliarden Dollar für 2020 aus.

Das Haushaltsdefizit lag zuletzt im Jahr 2012 über dem Niveau von einer Billion Dollar. Ein Haushaltsjahr beginnt in den USA am 1. Oktober des vorherigen Jahres.

brt/dpa

insgesamt 49 Beiträge
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Grzegorz 21.08.2019
1. Party of fiscal responsibility
war mal das Mantra der Republikaner. Anscheinend gilt das nur solange man damit Wohltaten für das Volk verhindern kann.
stiller-denker 21.08.2019
2. Wie hoch ist denn die Gesamtverschuldung?
Zur besseren Übersicht hätte ich mir eine passende Grafik mit dem Verlauf der Gesamtverschuldung der USA hierzu gewünscht.
Bergeshöh 21.08.2019
3. Na und?
"Der Dollar ist unsere Währung, aber Euer Problem!" Schuldenmachen funktioniert ohne Grenzen, wenn man die Druckmaschine für die Weltleitwährung kontrolliert. Der Rest der Welt leiht den Amis das Geld, mit dem sie das wuchernde Budget Defizit finanzieren.
freidenker! 21.08.2019
4. Alles kein Problem ... für D. Trump
Haushaltsdefizit? Das ist doch alles kein Problem für US-Präsident D. Trump. Läppische 1.000.000.000.000,-- US-Dollar. Da wird mal die Gelddruckmaschine angeworfen, deren Kolben glühen dann ... Oder es werden mal ein paar US-Waffen verkauft im In- und Ausland. Da steigt der Umsatz und der US-Fiskus verdient kräftig mit. Oder man kann andere dazu "anregen" US-Waren zu kaufen, das spült auch Geld in die Kassen. Das Beste ist, wenn der Wert des US-Dollars fällt, so wird man seine Schulden schneller los. Wo liegt das Problem? Da kann sich unsere Bundesregierung in Deutschland mal ein Beispiel nehmen ... Von wegen US-Flüchtlingshilfe an der mexikanisch/texanischen Grenze oder anderen sozialen Firlefanz wie US-Pflichtkrankenversicherung so wie in Deutschland. Alles kein Problem für den US-Präsidenten der obendrein noch Grönland kaufen will. Was für ein Mann ...
r.wakun 21.08.2019
5. Es is schon blöd,
Wenn ein Geschäftsmann, der fast alle seiner windigen Geschäfte in den Bankrott geführt hat und meisten auf Staatskosten gerettet wurde, eben jenen Staat vor die Wand fährt, der ihm alle die Jahre immer so freundlich aus der Patsche geholfen hat. Aber kein Problem, die Russen oder Chinesen sind bestimmt gerne bereit, den Vereinigten Staaten ein bisschen unter die Arme zu greifen :)
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