Liquiditätsengpass US-Notenbank versorgt Banken erneut mit Geld

Seit Dienstag schießt die US-Notenbank Geld in den Bankenmarkt. Grund war ein plötzlicher Liquiditätsmangel. Nun hat die Fed erneut nachgelegt - und weitere Interventionen angekündigt.

20-Dollar-Noten
AFP

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Die US-Notenbank Fed hat den vierten Tag in Folge am amerikanischen Geldmarkt interveniert. Wie an den beiden Vortagen stellte die Fed den Banken über spezielle Wertpapiergeschäfte liquide Mittel in Höhe von 75 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Die Banken können einen Tag über die Mittel verfügen.

Die Fed will künftig regelmäßig intervenieren. Bis zum 10. Oktober soll frisches Geld in den Markt geleitet werden, teilte die Notenbank mit. Die Geschäfte werden täglich von montags bis freitags erfolgen und ein Volumen von jeweils bis zu 75 Milliarden US-Dollar haben.

Plötzlicher Liquiditätsmangel

Dienstag musste die Fed erstmals seit der globalen Finanzkrise am Interbankenmarkt intervenieren. Grund war ein plötzlicher Liquiditätsmangel im Bankensektor. Fachleute führten dies auf hohe Steuerzahlungen durch Unternehmen und das hohe Angebot an amerikanischen Staatsanleihen zurück. Am Dienstag, dem ersten Tag des Eingriffs, waren es 53,2 Milliarden Dollar. Die Mittel stehen den Banken für einen Tag zur Verfügung.

Die Eingriffe der Fed haben die Lage mittlerweile beruhigen können. Nachdem der Geldmarktsatz in dieser Woche bis auf zehn Prozent in die Höhe geschossen war, lag er zuletzt wieder bei zwei Prozent. Ob sich die Situation wieder verschärfen könnte, ist gegenwärtig unklar.

brt/dpa-AFX

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