Geldscheine in den USA US-Regierung stoppt 20-Dollar-Note zu Ehren einer Afroamerikanerin

Der 20-Dollar-Schein hätte der erste mit dem Konterfei einer schwarzen Frau sein sollen. Jetzt hat US-Finanzminister Mnuchin das Projekt gestoppt. Präsident Trump hatte vorher noch über die geplante Note gelästert.

Konterfei von Harriet Tubman: Neue 20-Dollar-Note frühestens 2028
Chris Taylor/ HO/ US Department of Treasury/ AFP

Konterfei von Harriet Tubman: Neue 20-Dollar-Note frühestens 2028


Die US-Regierung hat die Herausgabe neuer 20-Dollar-Scheine zu Ehren der Sklaverei-Gegnerin Harriet Tubman um fast ein Jahrzehnt verschoben. Das teilte Finanzminister Steven Mnuchin am Mittwoch mit. Den Grund für die Verschiebung wollte er nicht nennen, sondern sprach nur allgemein davon, dass Banknoten sicherer vor Fälschungen geschützt werden müssten.

Tubman, die von 1822 bis 1913 lebte, war selbst der Sklaverei entkommen und hatte anderen Sklaven bei der Flucht geholfen. Die Banknote mit ihrem Porträt sollte den ursprünglichen Planungen nach im kommenden Jahr in Umlauf kommen - als erster US-Geldschein mit dem Abbild einer schwarzen Frau. Nun kommt der neue Schein laut Mnuchin frühestens 2028 heraus.

US-Präsident Donald Trump hatte die Pläne, Tubman auf dem 20-Dollar-Schein zu verewigen, im Wahlkampf als "reine politische Korrektheit" verurteilt. Er bewundert den früheren Präsidenten Andrew Jackson, der von 1829 bis 1837 amtierte und seit 1928 auf dem Schein zu sehen ist.

Jackson, der selbst Sklaven besaß, war als Präsident für die Vertreibung von Ureinwohnern aus ihren angestammten Gebieten verantwortlich, wobei Tausende Menschen an Hunger und Krankheit starben. Als Offizier hatte er zudem den Angriff auf das sogenannte Negro Fort geleitet, eine Niederlassung früherer Sklaven.

mik/afp



insgesamt 44 Beiträge
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Seite 1
draco2007 23.05.2019
1.
Ernsthaft? Der "Ich bin kein Rassist"-Präsident verhält sich mal wieder rassistisch. Unfassbar....
ingo_röger 23.05.2019
2. Das Foto spricht Bände...
Drei weiße Männer sind zu sehen, die darüber entscheiden, ob und wann eine schwarze Frau auf der Banknote gedruckt werden soll, dem farbigen Wachmann im Hintergrund bleibt die Statistenrolle. Solange die Rollenverhältnisse (gerade in der Trumpigen Nach-Obama-Zeit) sich diesbezüglich nicht ändern, wird sich auch an solchen Entscheidungen nichts ändern. Es ist traurig.
Airkraft 23.05.2019
3. 2028?
Ich hoffe ja, dass das schon in der Post-Trump-Zeit liegt ;-)
don_leonardo_al_dente 23.05.2019
4. So
wie ich Trump einschätze, denkt er, dass er als größter und erfolgreichster Präsident aller Zeiten selbst ab 2028 auf die 20$-Note kommt. Obwohl, eigentlich ist dann der 100er Schein noch passender für ihn - und der 20iger wird für die Tochter und den Schwiegersohn reserviert!
exhaider 23.05.2019
5.
Ernsthaft? Trump lügt schon wieder und alle sind verwundert?
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