Wirtschaftserholung Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe fallen auf Vorkrisenniveau

Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt in den USA. Die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe lag im Juli so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die positiven Jobdaten könnten auch eine Abkehr der US-Notenbank Fed von ihrer Niedrigzins-Politik einleiten.

Arbeiter in North Dakota: Weniger US-Amerikaner beantragen Arbeitslosenhilfe
REUTERS

Arbeiter in North Dakota: Weniger US-Amerikaner beantragen Arbeitslosenhilfe


Washington - In den USA haben zuletzt so wenig Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Die Zahl fiel im Juli um 15.000 auf 320.000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten mit einer Stagnation bei 335.000 Anträgen gerechnet.

Die sinkenden Antragszahlen sind ein wichtiges Anzeichen für die Erholung der US-Wirtschaft. Zuletzt sank auch die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren, also kurz nach Beginn der Finanzkrise. Für das kommende Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds zudem einen merklichen Aufschwung der Wirtschaft der USA.

Die guten Zahlen könnten auch ein Ende der lockeren Geldpolitik der US-Zentralbank Fed einleiten: Die Notenbank will vor allem von der Lage am Arbeitsmarkt abhängig machen, wann sie ihren konjunkturstützenden Kurs der Geldpolitik zurückfährt. Ende 2012 setzten die Notenbanker eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent als Ziel, ab der sie Schritte ergreifen würden, um die Zinsen wieder zu erhöhen. Zur Zeit liegt sie bei 7,4 Prozent.

ade/Reuters



insgesamt 11 Beiträge
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xehris 15.08.2013
1. Arbeitslosenquote stark geschönt
Die Arbeitslosigkeit in den USA ist wesentlich kritischer als offiziell dargestellt. Dort fallen Arbeitslose bereits nach 6 Monaten aus der Statistik, nicht wie in Deutschland. wo Langzeitarbeitslose (Hartz-IV) nach einem Jahr Arbeitslosigkeit nicht mehr in der Statistik erscheinen. Auch in den USA gibt es sehr viele Langzeitarbeitslose, die zwar einen Job suchen, aber für deren Probleme sich die Regierung nicht zuständig fühlt und sie aus der Statistik bannt. Die wahre Arbeitslosenquote in USA beträgt weit über 20 %, also nicht viel besser als zu wirtschaftlichen Krisenzeiten im vorigen Jahrhundert.
BettyB. 15.08.2013
2. Wie ist das eigentlich?
Wenn alle Arbeitslos sind und auch keine Chance auf Arbeit haben, gibt es auch keine neuen Anträge mehr. Was wäre daran aber positiv?
muellerthomas 15.08.2013
3.
Zitat von xehrisDie Arbeitslosigkeit in den USA ist wesentlich kritischer als offiziell dargestellt. Dort fallen Arbeitslose bereits nach 6 Monaten aus der Statistik, nicht wie in Deutschland. wo Langzeitarbeitslose (Hartz-IV) nach einem Jahr Arbeitslosigkeit nicht mehr in der Statistik erscheinen. Auch in den USA gibt es sehr viele Langzeitarbeitslose, die zwar einen Job suchen, aber für deren Probleme sich die Regierung nicht zuständig fühlt und sie aus der Statistik bannt. Die wahre Arbeitslosenquote in USA beträgt weit über 20 %, also nicht viel besser als zu wirtschaftlichen Krisenzeiten im vorigen Jahrhundert.
Das ist für die Zahl der Erstanträge jedoch irrelevant. Die Zahl wird durchaus veröffentlich. Wie kommen Sie auf diesen Wert? Und nehmen wir mal an er stimmt, dann ändert das ja dennoch nichts an der Entwicklung, also am Rückgang seit Anfang 2010, oder?
muellerthomas 15.08.2013
4.
Zitat von BettyB.Wenn alle Arbeitslos sind und auch keine Chance auf Arbeit haben, gibt es auch keine neuen Anträge mehr. Was wäre daran aber positiv?
Aber was spricht dafür, dass es so ist? Es gibt ja durchaus noch andere Kennzahlen und nahezu alle zeigen eine (wenn auch träge) Verbesserung seit Anfang 2010 an.
megaptera 15.08.2013
5. Fracking
Liegt wohl eher am billiogen Schmierstoff für die Welt. Fracking lößt doch da gerade einen 2. Ölboom aus. Plötzlich kann wieder jeder seinen SUV fahren und das generelle Preisniveau wird auch fallen.
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