USA Der Zehn-Dollar-Schein bekommt ein weibliches Gesicht

Der Dollar ist männlich: Auf allen Scheinen in den USA prangen die Gesichter von Männern. Finanzminister Jacob Lew will das ändern. Ab 2020 soll nach mehr als einem Jahrhundert das Konterfei einer Frau auf der Zehn-Dollar-Note prangen.

Zehn-Dollar-Schein: Alexander Hamilton soll von einer Frau abgelöst werden
REUTERS

Zehn-Dollar-Schein: Alexander Hamilton soll von einer Frau abgelöst werden


In fünf Jahren feiern die USA den 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts. Aus diesem Anlass will Finanzminister Jacob Lew einen neuen Zehn-Dollar-Schein in Umlauf bringen, auf dem das Gesicht einer Frau zu sehen sein wird.

Wem diese Ehre zuteil wird, werde im Laufe des Jahres nach einem Dialog mit den US-Bürgern entschieden, sagte Lew. Als mögliche Kandidatinnen werden Eleanor Roosevelt und Rosa Parks gehandelt oder Harriet Tubman, Fluchthelferin von Sklaven im 19. Jahrhundert.

Das US-Geld sei "ein Weg für unser Land zu sagen, wer wir sind und wofür wir uns einsetzen", erläuterte der Finanzminister.

Als bislang letzte Frau war Martha Washington, die Ehefrau des ersten US-Präsidenten George Washington, Ende des 19. Jahrhunderts auf Dollarscheine gedruckt worden. In den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts hatte ein Bild der legendären Ureinwohnerin Pocahontas ein paar Jahre lang auf 20-Dollar-Scheinen geprangt.

Seit 1929 druckten die USA das Porträt von Alexander Hamilton auf der Zehn-Dollar-Note ab. Hamilton war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und gründete 1784 die älteste Bank des Landes. Er solle auch zukünftig in irgendeiner Form geehrt werden, sagte Finanzminister Lew.

syd/AFP/AP/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
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bmvjr 18.06.2015
1. Symbolischer Firlefanz
Gleiche Bezahlung fuer gleiche Arbeit/Leistung, Annerkennung der Arbeit als Hausfrau, solche Schritte bewirken mehr im Portemonnaie der Frauen, als eine Abbildung auf dem Dollar-Schein.
espet3 18.06.2015
2.
Wenn sie die Wahlen gewinnt, wüsste ich schon eine.
koenigludwigiivonbayern 18.06.2015
3. Gut so!
Nicht, weil ich über Nacht den Feminismus gut finde,sondern weil man in Amerika leicht mit den fast völlig gleich aussehenden Geldscheinen betrogen werden kann (oder sich selber ins Knie schießt, wenn man in einem Stapel 1-Dollar-Scheine aus Versehen einen Hunderter hat). Ein weibliches Gesicht wäre da wie ein "Stop-Schild".
pishtakko 18.06.2015
4. dann bitte
Marilyn!
mimas101 18.06.2015
5. Ähhhh
ich wäre für Elsbeth Tucher (Portrait von Albrecht Dürer). Das könnte dann vielleicht dem Deutsch-Amerikanischem Tourismus auf die Sprünge helfen weil man sich dann drüben eher heimisch fühlt... Interessant aber ist das die Amerikaner erst jetzt eine Frau drucken wollen; hier ist das zumindest seit 1948 schon immer der Fall gewesen das auf jedem zweiten Gerldschein eine Frasu zu sehen war.
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