Bessere Prognose IWF-Chefin sagt USA höheres Wirtschaftswachstum voraus

Die Arbeitslosenzahlen sinken, der Haushaltsstreit ist beigelegt, die Geldpolitik der Notenbank Fed passt: IWF-Chefin Christine Lagarde schätzt die Aussichten für die US-Wirtschaft besser ein als zuvor - und beflügelt damit auch die deutsche Börse.

IWF-Chefin Lagarde: "Nachhaltiger Wachstumspfad"
AP/dpa

IWF-Chefin Lagarde: "Nachhaltiger Wachstumspfad"


Washington - IWF-Chefin Christine Lagarde hat sich positiv zur konjunkturellen Lage in den USA geäußert und eine höhere Wachstumsprognose angekündigt. "Wir sehen viel mehr Sicherheit für 2014", sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Sonntag dem US-Fernsehsender NBC. Sie begründete ihre optimistische Einschätzung mit der Beilegung des Haushaltsstreits in den USA, dem Rückgang der Arbeitslosigkeit und der geldpolitischen Wende der US-Notenbank Fed. Die Notenbank hatte am 18. Dezember angekündigt, die sehr expansive Geldpolitik ab Januar durch weniger Anleihekäufe etwas zu drosseln.

Konkrete Hinweise zur neuen Prognose lieferte Lagarde allerdings nicht. Experten gehen davon aus, dass der IWF die revidierte Prognose im Januar veröffentlichen wird. Zuletzt hatte sich die Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt überraschend deutlich verbessert. Im November war die Arbeitslosenquote unerwartet stark von 7,3 Prozent im Vormonat auf 7,0 Prozent gesunken. In den USA habe die Konjunktur einen "nachhaltigen Wachstumspfad" eingeschlagen, sagte Lagarde in dem Interview.

Die positive Einschätzung der US-Wirtschaft sorgte zum Wochenauftakt für Kauflaune am deutschen Aktienmarkt: Am Montagmorgen kletterte der deutsche Leitindex Dax auf ein Rekordhoch von 9439 Punkten.

Bereits im dritten Quartal war die größte Volkswirtschaft der Welt viel stärker in Schwung gekommen als bisher gedacht. Für die Monate Juli bis September hatte die US-Regierung am Freitag ein Wirtschaftswachstum von - aufs Jahr hochgerechnet - 4,1 Prozent gemeldet und damit eine vorangegangene Schätzung deutlich nach oben revidiert. Volkswirte wurden von den starken Wachstumszahlen für das dritte Quartal überrascht.

Zuletzt hatte der IWF im Oktober für die größte Volkswirtschaft der Welt ein Wachstum von 2,6 Prozent für 2014 prognostiziert. Im zu Ende gehenden Jahr dürfte das Wachstum der Wirtschaft bei 1,6 Prozent liegen.

yes/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
nano-thermit 23.12.2013
1. Amerika kann nicht mal mehr die Zinszahlungen begleichen...
...das hat Madame Lagarde mal eben vergessen zu erwähnen? Der letzte der es schaffte die Zinszahlungen zu realisieren war Clinton. Seitdem ist es nur schlimmer geworden.
karlsiegfried 23.12.2013
2. China wächst noch schneller ...
... und in den USA wächst nur der Glaube an den Weihnachtsmann. Abwarten und Tee trinken, der liebe Gott wird es richten.
Trum Bohm 23.12.2013
3. Auch das IWF
wird, wie die UN, die Weltbank etc. von der NSA abgehört. Der SPIEGEL berichtete. Also wird Lagarde sagen, was die übermächtigen Lauscher hören wollen. Hier haben sie wohl eine selbsterfüllende Prophezeiung bestellt, die auch die US-Ratingagenturen zu einer günstigen Bewertung us-amerikanischer Unternehmen, Banken etc. benutzen können.
muellerthomas 23.12.2013
4.
Zitat von nano-thermit...das hat Madame Lagarde mal eben vergessen zu erwähnen? Der letzte der es schaffte die Zinszahlungen zu realisieren war Clinton. Seitdem ist es nur schlimmer geworden.
Wie kommen Sie denn auf die Idee? Wann wurde eine einzige US-Staatsanleihe denn nicht voll mit Zins und Tilgung bedient? Und was hat das mit einem 2014 stärkeren BIP-Wachstum zu tun?
makrosoft 23.12.2013
5.
Klar haben die USA Wirtschaftswachstum. Schon allein deshalb, weil die Bevölkerung zunimmt. Wenn dabei das BIP pro Kopf gleich hoch bleibt, findet Wachstum zwangsläufig statt.
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