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Hoover-Damm: Sonnenstrom mit Wasser speichern

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Zu viel Solarstrom Hoover-Damm soll Mega-Batterie werden

Tagsüber produziert Kalifornien gigantische Mengen Solarstrom - doch nachts müssen klassische Kraftwerke einspringen. Seit Jahren suchen Firmen und Politik nach geeigneten Riesenspeichern. Nun sind sie fündig geworden.

Wenn die Sonne über Kalifornien brennt, dann produzieren Zigtausende Solaranlagen an der US-Westküste Strom, viel Strom: An sonnigen Tagen deckt allein aus Sonnenenergie gewonnene Elektrizität 50 Prozent des gesamten Verbrauchs des US-Bundesstaats.

Das ist mitunter mehr, als eigentlich gut ist. So berichtete US-Radiosender NPR vor Kurzem, dass an Kaliforniens Strom-Spotmärkten der Preis für die Kilowattstunde ab und zu in den negativen Bereich rutscht. Mit anderen Worten: Die Produzenten haben so viel Solarstrom, dass sie Abnehmern Geld anbieten, nur um die Elektrizität loszuwerden.

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Hoover-Damm: Sonnenstrom mit Wasser speichern

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Und: Der Ausbau der Solarenergie wird von der Politik noch weiter forciert. Im Mai hat die kalifornische Regierung einen Plan verabschiedet, der beim Bau neuer Häuser Solaranlagen auf dem Dach verpflichtend macht.

Firmen und Politik stellt der Erfolg der erneuerbaren Energien vor die Herausforderung, geeignete Speichermöglichkeiten zu finden. So hat der Energieversorger PG&E beispielsweise mit Druckluftspeichern im Erdreich experimentiert. Dabei wird mit überschüssigem Strom Luft in Kavernen im Erdreich gepresst. Wenn die komprimierte Luft wieder entweicht, kann sie Turbinen antreiben. Allerdings ist diese Technologie teuer, und die Energieverluste sind hoch.

Drei Milliarden Dollar für den Umbau

Die Stadtverwaltung der Millionenstadt Los Angeles hat einen eigenen Plan für einen gigantischen Stromspeicher entwickelt. Das Amt für Wasser und Energie will laut "New York Times" einen Staudamm zum Energiespeicher aufrüsten, den weltbekannten Hoover-Damm. Der Damm staut den Colorado-River in der Nähe von Las Vegas auf einer Länge von 170 Kilometern zum Lake Mead auf, dem größten Stausee der Vereinigten Staaten.

Und das sieht der Plan vor: Der Staudamm soll mit leistungsfähigen Pumpen aufgerüstet werden. Diese könnten tagsüber - wenn viel Strom verfügbar ist - Wasser die rund 200 Meter hohe Staustufe hinaufpumpen, also zurück in den Stausee. Nachts würde dann Wasser abgelassen, das die Stromgeneratoren des bereits vorhandenen Wasserkraftwerks antreibt.

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch in Deutschland Pumpspeicherkraftwerke. Sie zeichnen sich durch einen verhältnismäßig hohen Wirkungsgrad aus, im Schnitt gehen lediglich 20 bis 25 Prozent der aufgewendeten Energie verloren.

"Der Hoover-Damm ist ideal", zitiert die "New York Times" die Forscherin Kelly Sanders von der University of Southern California. Übliche Batteriespeicher-Technologien - etwa Lithium-Ionen-Akkus - würden nicht einmal ansatzweise eine ähnliche Kapazität oder Lebensdauer erreichen.

Die Planer gehen davon aus, dass das Milliardenprojekt bis 2028 abgeschlossen sein könnte.

Video: Kalifornien aus der Luft

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beb