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13. Februar 2018, 19:34 Uhr

"America First"

Trump droht mit Strafzöllen auf chinesischen Stahl

Auch in der Stahlbranche heißt es jetzt "America First": Donald Trump droht mit Einfuhrzöllen auf ausländische Metalle. Erneut hat er China im Visier.

US-Präsident Donald Trump droht China mit weiteren Strafzöllen und anderen Handelssanktionen. Die US-Stahl- und Aluminiumbranche werde durch chinesische Dumping-Importe "dezimiert", beklagte Trump. Als Gegenmaßnahme ziehe er "alle Optionen" in Erwägung, darunter auch Strafzölle.

Trump hatte bereits am Vortag China sowie Japan und Südkorea wegen ihres Handelsüberschusses mit den USA hart angegriffen. Diese Länder kämen in ihrem Handel mit den Vereinigten Staaten "mit Mord davon", sagte er.

Hohe Zölle auf Waschmaschinen

Im Januar hatte die US-Regierung bereits hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen aus China und Südkorea verhängt und damit empörte Reaktionen in beiden Ländern ausgelöst. Bei Solarmodulen betragen die Zölle bis zu 30 Prozent, bei Waschmaschinen sogar bis zu 50 Prozent.

Mit Seoul verhandelt die US-Regierung bereits über eine Neufassung des bilateralen Handelsabkommens von 2012. Die Trump-Regierung ist der Auffassung, dass das Abkommen unausgewogen ist und vor allem Südkorea nutzt.

Die Vereinbarung mit Südkorea sei ein "Desaster", sagte Trump. Wenn in den Neuverhandlungen kein "fairer Deal" zustande komme, wolle er das Abkommen beerdigen, drohte er.

Sorgen um deutsche Stahlimporte

Auch wenn die US-Regierung zum Schutz der heimischen Stahlbranche derzeit primär die chinesischen Importe im Visier hat, gibt es in der Bundesregierung Sorgen, dass auch deutsche Stahlimporte zum Objekt von US-Strafzöllen werden könnten.

Trump hat auch den deutschen Handelsüberschuss mit den USA in der Vergangenheit immer wieder kritisiert. Zuletzt hatten sichVertreter der deutschen Wirtschaft besorgt über Trumps Ankündigung zu "wechselseitigen Steuern" gezeigt.

ans/Reuters/AFP

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