Für Landwirtschaft und Digitales USA und Japan schließen neues Handelsabkommen

Zwischen den USA und Japan sollen künftig nur noch niedrige oder gar keine Zölle auf Rindfleisch, Mais und Videospiele erhoben werden. US-Präsident Trump feiert die Einigung als "großen Sieg" für die Landwirte.

Japans Premierminister Abe mit Trump in New York: US-Agrarexporte im Wert von sieben Milliarden Dollar
Evan Vucci/AP

Japans Premierminister Abe mit Trump in New York: US-Agrarexporte im Wert von sieben Milliarden Dollar


Die USA und Japan haben ein neues Handelsabkommen für die Sektoren Landwirtschaft und Digitales abgeschlossen. Die USA könnten dank niedrigerer oder abgeschaffter Zölle bald zusätzliche Produkte wie Rindfleisch, Mais, Weizen und Wein im Wert von insgesamt sieben Milliarden US-Dollar nach Japan exportieren, sagte US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung des Abkommens in New York. Dies sei ein "großer Sieg" für US-Landwirte, so Trump.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe nannte die Einigung für beide Seiten vorteilhaft. Trump sagte, auch im Bereich digitale Wirtschaft seien "gewaltige" Fortschritte erzielt worden. Beide Seiten einigten sich demnach ebenfalls darauf, keine Zölle auf elektronische Produkte wie Software, e-Books, Spiele und Musik zu erheben. Trump erklärte, das Abkommen werde das US-Handelsdefizit mit Japan deutlich senken.

Die nach rund sechs Monaten Verhandlungen abgeschlossenen Verträge regeln indes nicht die gesamten Handelsbeziehungen. Ein Abkommen, das etwa den wichtigen Automobilsektor einschließen würde, gibt es noch nicht. Die US-Regierung hat Japan mit hohen Strafzöllen auf Autoimporte gedroht.

Das Handelsvolumen der beiden Staaten belief sich 2018 nach US-Angaben auf rund 300 Milliarden US-Dollar. Japan war für die USA zuletzt der viertgrößte Handelspartner. Das Handelsbilanzdefizit belief sich demnach 2018 allerdings auf knapp 70 Milliarden Dollar.

Mit Exporten im Wert von 13 Milliarden US-Dollar war Japan 2018 zudem der drittgrößte Exportmarkt für amerikanische Landwirtschaftsprodukte. Die USA importierten aus Japan insgesamt Waren im Wert von 143 Milliarden Dollar, darunter vor allem Autos, Maschinen und Elektrogeräte.

Trump hat vor mehr als einem Jahr einen Handelskrieg mit China angezettelt. Dieser Konflikt bremst in den beiden Staaten und auch weltweit das Wachstum. Auch der EU droht Trump mit neuen Strafzöllen.

fek/dpa-AFX



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