Regulierung von Bitcoin und Co. Japan schließt Krypto-Börsen

Bitcoin, Etherum und Co. machen mit extremen Kursschwankungen immer wieder auf sich aufmerksam. Die Debatte um ihre Regulierung reißt nicht ab. Nun hat Japan zwei Krypto-Börsen dichtgemacht - zumindest vorübergehend.
Bitcoin-Logo

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Foto: PIERRE TEYSSOT/ AFP

Ein hartes Vorgehen von Regulierungsbehörden in den USA und Japan gegen sogenannte Krypto-Börsen hat die Kurse von Digitalwährungen unter Druck gesetzt. Japanische Finanzaufseher wiesen zwei Handelsplattformen am Donnerstag sogar an, für einen Monat den Betrieb einzustellen.

Beim Bitcoin führten die Regulierungsmaßnahmen zu Kurseinbrüchen. Die bekannteste und größte der Kryptowährungen, pendelte am Donnerstag um 10.000 Dollar je Einheit. Noch zum Wochenbeginn hatte der Kurs gut 1500 Dollar höher gelegen.

Neben der vorübergehenden Schließung zweier Börsen legten die japanischen Aufseher vier weiteren Handelsplattformen Strafen auf. Zudem forderten sie die große Krypto-Börse Coincheck auf, ihr Vorgehen gegen Geldwäsche zu verschärfen.

Auch US-Börsenaufsicht will stärkere Kontrollen

Hinzu kam, dass die Handelsplattform Binance nach eigenen Angaben wegen eines Hackerangriffs vorübergehend den Handel einstellen musste. Alle Kundenkonten seien sicher, und es habe keinen Diebstahl gegeben, beteuerte das Unternehmen. Immer wieder kommt es zuHackerangriffen auf Krypto-Börsen - teilweise wurden dabei erhebliche Summen geklaut.

Vor allem aber beschäftigt die Krypto-Fans die Tatsache, dass die US-Börsenaufsicht SEC digitale Handelsplätze für Digitalwährungen stärker kontrollieren will. "Mitarbeiter der SEC sind darüber besorgt, dass viele Online-Handelsplattformen gegenüber Investoren den Anschein erwecken, bei der SEC registriert und regulierte Handelsplätze zu sein, obwohl sie es nicht sind", heißt es in einer Mitteilung.

Experten gespalten über Regulierung

Experten haben immer wieder eine Regulierung der Kryptowährungen gefordert. Einige sehen in den digitalen Währungen gar eine Bedrohung der Finanzstabilität. Insbesondere wegen der starken Kursschwankungen mahnen sie zur Vorsicht.

Andere betonen hingegen, dass gerade in der Regulierung von Bitcoin, Etherum und Ripple die Gefahr liege - dadurch gewännen die Währungen an Anerkennung. Das würde sie letztlich begehrter und kostbarer machen.

ans/dpa/Reuters