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11. April 2018, 11:58 Uhr

Öffentlicher Dienst

Massive Warnstreiks in ganz Deutschland

Von Stadtwerken bis Kitas: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben erneut Tausende Beschäftigte von Bund und Kommunen ihre Arbeit niedergelegt. Mehrere Bundesländer sind betroffen.

Die Gewerkschaft Ver.di hat ihre massiven Warnstreiks für eine bessere Bezahlung im öffentlichen Dienst fortgesetzt. Schwerpunkte lagen in Nordbayern sowie in Baden-Württemberg. Dort traten Beschäftigte von Stadtwerken, Müllabfuhren, Krankenhäusern, Bau- und Wertstoffhöfen, Abwasserbetrieben, Kitas und Verwaltungen in den Ausstand.

Aktionen und Kundgebungen finden auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen statt. In Düsseldorf standen etwa alle U-Bahnen und Straßenbahnen sowie die meisten Busse still. "Hier ist alles dicht", sagte eine Ver.di-Sprecherin. Der Streik von knapp 2000 beteiligten Arbeitnehmern hatte um 3 Uhr begonnen. In Rheinland-Pfalz standen im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) Busse und Bahnen seit dem Beginn der Frühschicht still. In Nordrhein-Westfalen wurden in Bonn 7000 Arbeitnehmer zu einer Kundgebung erwartet.

In Bayern lag der Schwerpunkt im Norden. In Würzburg fielen die Straßenbahnen aus. In Bayreuth kündigte die Stadtverwaltung Beeinträchtigungen bei Behörden und Ämtern an. Auch am Klinikum der Stadt wollten sich Mitarbeiter an den Warnstreiks beteiligen. In der Oberpfalz sollte es laut Ver.di flächendeckende Warnstreiks geben, etwa bei den Ämtern in Regensburg.

In Rheinland-Pfalz wurde in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Krankenhäusern gestreikt. In West- und Südhessen waren weitere Warnstreiks im Gesundheitswesen angekündigt. Kundgebungen waren in der Landeshauptstadt und in Darmstadt geplant.

hej/Reuters/dpa

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