Solarenergie Verbände warnen vor Förderstopp

Nach der Windkraftbranche drohen auch dem Solarsektor harte Zeiten: Die Regierung müsse ein zentrales Gesetz rasch ändern, damit die Förderung nicht auslaufe, mahnen Wirtschaftsverbände.
Solarpaneele in Bad Hersfeld

Solarpaneele in Bad Hersfeld

Foto: LISI NIESNER/ REUTERS

In einem Brandbrief an die Bundesregierung warnen Wirtschafts- und Umweltverbände vor einem Förderstopp für neue Solarstromanlagen. Ein solcher hätte einen "erheblichen Einbruch der Nachfrage und große Schäden in der Branche zur Folge", heißt es in dem Schreiben.

Die Regierung hatte 2012 aus Kostengründen einen Förderdeckel bei einer installierten Solarkapazität von 52 Gigawatt eingeführt. Die Kosten zahlen die Verbraucher über den Strompreis.

Die Bundesregierung hat im Zuge ihres Klimaschutzprogramms versprochen, den Deckel abzuschaffen - dies ist aber bisher nicht getan. Hintergrund ist dem Vernehmen nach ein Streit in der Koalition um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.

In dem Brief der Verbände heißt es, es bestehe "akuter Handlungsbedarf". Die Fördergrenze für Fotovoltaik werde wohl bereits im April erreicht. Ein Förderstopp dürfte Verbraucher, Stadtwerke, Privatunternehmer und andere Investoren verunsichern.

ssu/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.