Verbraucherpreise Inflation steigt im April minimal

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich abgeschwächt: Die Inflationsrate im April stieg schwach auf 1,0 Prozent. Gemüse und Kraftstoffe wurden teurer, Gas verbilligte sich.

Voller Einkaufswagen: Teureres Obst
AP

Voller Einkaufswagen: Teureres Obst


Wiesbaden - Die Preise für Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe sind im April langsamer gestiegen als in den Vormonaten. Die jährliche Inflationsrate sei von 1,1 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden nach endgültigen Daten mit. Auf Monatssicht sank das Preisniveau ebenfalls wie erwartet um 0,1 Prozent.

Wie in den Vormonaten wurde die Teuerungsrate maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen bestimmt. Mineralölprodukte kosteten demnach 19,5 Prozent mehr, Kraftstoffe 16,4 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei den Mineralölprodukten hätte die Inflationsrate im April mit plus 0,3 Prozent deutlich niedriger gelegen, erklärten die Statistiker.

Auch Strom verteuerte sich binnen Jahresfrist, und zwar um 2,5 Prozent. Gleichzeitig gingen die Preise für Gas (minus 9,8 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 13,0 Prozent) deutlich zurück. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April 2010 über dem Vorjahresniveau (plus 1,5 Prozent). Erheblich teurer wurden binnen Jahresfrist vor allem Gemüse (plus 8,9 Prozent) und Obst (plus 6,3 Prozent).

yes/dpa/ddp/AFP



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