Luftverkehrsbranche Ver.di ruft für Montag zu Warnstreiks an mehreren Flughäfen auf

Nach drei ergebnislosen Tarifverhandlungsrunden ruft Ver.di zur Arbeitsniederlegung an Flughäfen auf. Streiken wird das Luftsicherheitspersonal – und betroffen sind gleich sieben deutsche Airports.
Eine Gruppe Streikender mit gelben Ver.di-Westen am Flughafen Köln/Bonn (Archivbild 28. Februar 2022)

Eine Gruppe Streikender mit gelben Ver.di-Westen am Flughafen Köln/Bonn (Archivbild 28. Februar 2022)

Foto: David Young / dpa

Die Gewerkschaft Ver.di ruft Sicherheitskräfte in der Fluggastkontrolle an mehreren deutschen Flughäfen für Montag zu ganztägigen Warnstreiks auf. Gestreikt werde an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, Bremen, Hannover und Leipzig, teilte Ver.di mit. Am Flughafen Berlin-Brandenburg solle die Arbeit von 4 bis 24 Uhr niedergelegt werden. »Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, damit die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen werden können«, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

Schon jetzt gebe es einen Mangel an Beschäftigten, die zu Arbeitszeiten rund um die Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bereit seien. Die Gewerkschaft fordert für die 25.000 Beschäftigten der Branche eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Lohn soll außerdem für die verschiedenen Einsatzfelder – Fracht, Personen- oder Warenkontrolle sowie Flugzeugbewachung – auf dem höchsten Entgeltniveau vereinheitlicht werden.

Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) habe sein unzureichendes Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde nicht erhöht, kritisierte Ver.di.

Der BDLS hatte Anfang März hingegen mitgeteilt, er habe bereits zwei Angebote zu Erhöhungen unterbreitet. Doch Ver.di äußere nach jeder Annäherung neue Wünsche. Die geforderte Veränderung der Tarifstruktur hätte enorme finanzielle Auswirkungen. Der Arbeitgeberverband will demnach zuerst eine Einigung über die Strukturänderung erzielen und dann über höhere Entgelte verhandeln. Die Tarifverhandlungen werden laut Ver.di am 16. und 17. März in Berlin fortgesetzt.

jso/Reuters/dpa