Verdienste unter 6,50 Euro Deutschland verkommt zum Billiglohnland

Millionen Deutsche arbeiten für einen Hungerlohn. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt nun: Der Trend trifft längst nicht mehr nur  Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Auch Bäcker, Fleischer und Friseure im Westen müssen mit weniger als acht Euro pro Stunde auskommen.
Brötchen-Massenproduktion: Tarifverdienste unter acht Euro in der Stunde

Brötchen-Massenproduktion: Tarifverdienste unter acht Euro in der Stunde

Foto: Jens Büttner/ picture alliance / dpa

Allgemeinverbindliche Mindestlöhne in Deutschland am 1. Dezember 2011

Wirtschaftsbereich Früheres Bundesgebiet und Berlin Neue Länder
Abfallwirtschaft 8,33 8,33
Bauhauptgewerbe 11 9,75
Bergbauspezialarbeiten 11,53 11,53
Dachdecker 10,8 10,8
Elektrohandwerk (ohne Berlin) 9,7 (mit Berlin) 8,4
Gebäudereinigung 8,55 7
Maler und Lackierer 9,75 9,75
Pflegebranche 8,5 7,5
Sicherheitsdienstleistungen 1 6,53 – 8,60 6,53
Wäschereidienstleistungen im Objektkundengeschäft (ohne Berlin) 7,8 (mit Berlin) 6,75
1 Bundeslandspezifische Regelungen:
Baden-Württemberg: 8,60; Bayern: 8,14; Nordrhein-Westfalen: 7,95; Hessen: 7,50; Niedersachsen: 7,26; Bremen: 7,16; Hamburg: 7,12; Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein: 6,53.
cte/dapd/dpa/Reuters