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25. September 2015, 20:50 Uhr

Abgas-Affäre

Schweiz will Neuzulassung von VW-Fahrzeugen verbieten

Von Abgas-Manipulationen bei VW könnten in der Schweiz bis zu 180.000 Fahrzeuge betroffen sein. Autos von VW und den Konzerntöchtern mit Dieselmotor sollen dort vorerst nicht mehr neu zugelassen werden.

Manipulierte Fahrzeuge des VW -Konzerns sollen in der Schweiz nicht mehr neu zugelassen werden.

Das Schweizer Bundesamt für Straßen will den betroffenen Modellen die Typengenehmigung vorsorglich entziehen, bis Klarheit über mögliche Manipulationen besteht, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Bereits zugelassene Fahrzeuge dürften jedoch weiterhin auf Schweizer Straßen rollen.

In der Schweiz seien bis zu 180.000 Fahrzeuge von den Manipulationen betroffen. Dazu gehörten Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und Volkswagen der Baujahre 2009 bis 2014, die mit Dieselmotoren in den Ausführungen 1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI ausgerüstet sind. EURO6-Motoren der laufenden Produktion seien nicht betroffen.

VW hatte auf Druck der US-Umweltbehörde EPA am vergangenen Wochenende zugegeben, eine Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt zu haben. Die Wolfsburger hatten nach internen Untersuchungen bekannt gegeben, dass weltweit bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dem umstrittenen Programm ausgestattet seien.

Wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag im Bundestag mitteilte, handelt es sich dabei auch um 2,8 Millionen deutsche Autos. Martin Winterkorn war am Mittwoch vom Posten des VW-Vorstandsvorsitzenden zurückgetreten. Am Freitag hatte der Aufsichtsrat den Porsche-Chef Matthias Müller als seinen Nachfolger bestätigt.

mka/Reuters/dpa

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