Von der Leyens Gesetzentwurf "Das neue Hartz IV enthält die alten Fehler"

Ist die Hartz-IV-Reform wirklich so wasserdicht, wie Arbeitsministerin von der Leyen sagt? Experten äußern Zweifel - vor allem bei der neuen Berechnung der Regelsätze. Vor dem Verfassungsgericht könnte die Regierung damit scheitern.
Kind in Dortmund: Kein Extra-Geld für die Kleinen

Kind in Dortmund: Kein Extra-Geld für die Kleinen

Foto: Bernd Thissen/ dpa

So viel bekommen Hartz-IV-Empfänger monatlich

in Euro ab 1/2011 ab 1/2012 ab 1/2013
Erwachsener (100 %) 364 374 382
Kind (bisher 60 %)
unter 6 Jahre
215 219 224
Kind (bisher 70 %)
6 bis unter 14 Jahre
251 251 255
Kind (bisher 80 %)
14 bis unter 18 Jahre
287 287 289
Quelle: BMAS *ursprünglich geplant

So berechnet sich der Regelsatz (für Einzelpersonenhaushalte in Euro)

Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke 128,46
Bekleidung und Schuhe 30,40
Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung 30,24
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände 27,41
Gesundheitspflege 15,55
Verkehr 22,78
Nachrichtenübermittlung 31,96
Freizeit, Unterhaltung, Kultur 39,96
Bildung 1,39
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 7,16
Andere Waren und Dienstleistungen 26,50
* Die Summe der Verbrauchsausgaben ist 361,81 Euro; die Differenz zu 364 Euro ergibt sich, weil die Statistiker den Bedarf im Jahr 2008 erhoben, und die Regierung die Preissteigerung seither berücksichtigt hat.
Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Bundesagentur für Arbeit