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21. März 2018, 15:49 Uhr

Kitas, Nahverkehr, Müllabfuhr

Warnstreiks treffen Eltern und Pendler

Die Gewerkschaften setzen ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. An diesem Mittwoch sind NRW und Hamburg besonders betroffen - und in den kommenden Tagen zahlreiche weitere Orte.

Busse und Bahnen fahren nicht, Kitas bleiben geschlossen, und der Müll wird nicht abgeholt: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen haben die Gewerkschaften am Mittwoch ihre Warnstreiks fortgesetzt. Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

In vielen deutschen Städten war daher der Nahverkehr stark eingeschränkt. So fuhren in Köln und Düsseldorf am Mittwochmorgen viele Straßenbahnen und Busse nicht. Viele Arbeitnehmer wichen auf das Auto aus, auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen staute sich deshalb der Verkehr.

Mancherorts blieben Kitas geschlossen, etwa in Stuttgart oder Hamburg. In Leipzig betraf das laut der Stadtverwaltung sieben Kindertagesstätten und 22 Kinderhorte, mehr als 40 Einrichtungen sind demnach nur eingeschränkt geöffnet. In Hamburg streikten zudem Beschäftigte der Stadtreinigung und des Zolls.

Von Warnstreiks betroffen war auch Baden-Württemberg. In Esslingen bei Stuttgart ruhte der Gewerkschaft Ver.di zufolge am Morgen der Nahverkehr, ebenso wie in Heidenheim und Sachsenheim.

Bislang lehnen die Arbeitgeber den geforderten Mindestbetrag ab und hatten in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein Angebot gemacht. Eine abschließende Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden.


Auch in den kommenden Tagen sollen die Warnstreiks fortgesetzt werden. Ver.di hat bereits Arbeitsniederlegungen in folgenden Orten und Einrichtungen angekündigt - allerdings erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Donnerstag, 22. März:

Freitag, 23. März:

fdi/dpa

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