Abfall-Studie Weltbank warnt vor rasant wachsendem Müllberg

Schon heute werden jährlich zwei Milliarden Tonnen Abfall produziert. Damit die Menge nicht stark ansteigt, ist laut einem Bericht der Weltbank mehr Recycling notwendig - besonders von Plastikmüll.
Mülldeponie in Hannover

Mülldeponie in Hannover

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Die Weltbank befürchtet ein starke Zunahme der weltweit produzierten Menge an Müll. Bis zum Jahr 2050 könnte diese der Organisation zufolg um 70 Prozent steigen, wenn nicht einschneidende Schritte unternommen werden. Die Organisation stellte in Washington ihren neuen Bericht "What a Waste 2.0"  vor.

Derzeit werden demnach weltweit 2,01 Milliarden Tonnen Müll pro Jahr produziert. Dieser Wert werde durch Bevölkerungszunahme und zunehmende Urbanisierung auf 3,4 Milliarden Tonnen steigen. Es sei wirtschaftlich sinnvoll, in Recycling- und Müllmanagementsysteme zu investieren. Die Organisation hat dafür seit dem Jahr 2000 eigenen Angaben zufolge 4,7 Milliarden Dollar für mehr als 300 Projekte in aller Welt zur Verfügung gestellt.

Mehr als ein Drittel des Mülls komme aus hoch entwickelten Ländern, obwohl in diesen Nationen nur 16 Prozent der Weltbevölkerung leben. In Afrika werde sich die Müllproduktion in den nächsten Jahren verdreifachen, in Südasien verdoppeln. Während jedoch Hochlohnländer inzwischen auf eine Recyclingrate von 30 Prozent kommen, schaffen Entwicklungsländer nur vier Prozent.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Plastikmüll besonders große Probleme aufwerfe. "Wenn er nicht richtig gesammelt und gemanagt wird, wird er Gewässer und Ökosysteme auf Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende kontaminieren und beeinträchtigen", heißt es in der Mitteilung. Fünf Prozent der Kohlendioxid-Emissionen kommen inzwischen aus der Müllbehandlung.

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dab/dpa