Corona-Absage Weltwirtschaftsforum in Davos wird verschoben

Das Treffen der Wirtschaftselite in Davos im Januar 2021 fällt coronabedingt aus - und wird stark abgeschwächt online abgehalten. Im Frühsommer könnte ein Vor-Ort-Termin nachgeholt werden.
Blick auf das winterliche Davos (Archiv): Ist der besondere Geist bedroht?

Blick auf das winterliche Davos (Archiv): Ist der besondere Geist bedroht?

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FABRICE COFFRINI/ AFP

Das Weltwirtschaftsforum hat sein für Januar geplantes Jahrestreffen in Davos wegen der Corona-Pandemie verschoben. Es solle nun im Frühsommer 2021 stattfinden, teilten die Organisatoren mit.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn es bestehe eine dringende Notwendigkeit, dass weltweit führende Unternehmen "einen gemeinsamen Erholungspfad" für die Zeit nach der Coronakrise entwerfen. "Experten meinen jedoch, dass wir dies im Januar nicht sicher tun können", hieß es seitens des Weltwirtschaftsforums in Cologny bei Genf.

Das Treffen, zu dem jedes Jahr mehr als 3000 Teilnehmer anreisen, war dieses Mal vom 26. bis 29. Januar 2021 geplant. In dieser Zeit ist nun nur noch ein stark abgeschwächtes Online-Format vorgesehen.

"Davoser Dialoge" sollen digital stattfinden

In der Woche vom 25. Januar an würden "Davoser Dialoge" digital einberufen, "in denen wichtige globale Führungskräfte ihre Ansichten zum Zustand der Welt im Jahr 2021 austauschen werden", hieß es.

An der viertägigen Tagung im Alpenort Davos nehmen üblicherweise jedes Jahr Dutzende Staats- und Regierungschefs, darunter Kanzlerin Angela Merkel, sowie zahlreiche Topmanager und ranghohe Vertreter der Gesellschaft teil.

Konkrete Entscheidungen werden auf dem Treffen nur selten getroffen. Allerdings loben viele Entscheidungsträger den "Geist von Davos" wegen zahlreicher, intimer Treffen auf engem Raum als Ausgangspunkt für bi- und multilaterale Abkommen.

Kritiker werfen dem WEF vor, es biete vor allem Mächtigen und Reichen eine weithin abgeschottete Plattform, auf der sie Geschäfte und politische Deals einfädeln können. WEF-Gründer Klaus Schwab hat die Tagung aber in den vergangenen Jahren auch immer stärker für Globalisierungsgegner sowie soziale und Umweltorganisationen geöffnet.

apr/dpa
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